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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

„Wir können es nicht begreifen“

02.02.2015

Delmenhorst Andächtige Stille am Sonntagabend im Delmenhorster Theater Kleines Haus. Brennende Kerzen reihten sich am Bühnenrand aneinander. Rund 120 Menschen beteten für Beistand und Stärkung. Dafür, dass die Verstorbenen und Betroffenen Frieden finden werden.

Die Betroffenen, das sind Menschen, deren Angehörige durch den Krankenpfleger Niels Högel ums Leben kamen. Auch in Delmenhorst war Högel tätig: Und dort fand, im Kleinen Haus, eine Kerzenandacht statt. Delmenhorster Kirchen und Religionsgemeinschaften, darunter der evangelisch-lutherische Kirchenkreis, drei Islamische Gemeinden und die Jüdische Gemeinde, organisierten gemeinsam diese Andacht – nicht nur, um an die Taten des Krankenpflegers zu erinnern.

Es war auch ein Moment für Menschen, die von Trauer, vor allem aber von Unsicherheit ergriffen sind. „Viele Menschen sind hilflos und wütend. Deshalb werden wir auf Frieden für die Verstorbenen und die Betroffenen hoffen und Segen spenden. Wir können nicht fassen, was da geschehen ist“, sagte der Kreispfarrer des Kirchenkreises Delmenhorst/Oldenburger Land Bertram Althausen.

Dass der Täter zur Verantwortung gezogen werden müsse, sagte er während der Andacht. Dass Angst in neue Hoffnung auf das Leben gewandelt werden müsse. Vertreter von Politik und Religion kamen in das Kleine Haus, um Kerzen anzuzünden. Kerzen, die für Hoffnung und Gedenken brennen sollten. Seelsorger waren da, um mit den Menschen zu reden.

Mitarbeiter des Klinikums waren ebenfalls da: Diese sprach Pedro Benjamin Becerra, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde, an. Durch den Fall Niels Högel würde ihnen Misstrauen entgegengebracht – er betete dafür, dass dieses Misstrauen verschwinden möge.

Pfarrerin Sabine Spieker-Lauhöfer, die im Klinikum in der Seelsorge tätig ist, fand zu den Taten klare Worte: „Wir können es nicht begreifen.“

Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen in mehr als 100 ungeklärten Todesfällen. Einem Gerichtspsychologen gegenüber hat Högel 33 Tötungen während seiner Arbeit im Delmenhorster Klinikum eingeräumt.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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