Garrel/Friesoythe - Lediglich einen Meter trennte im April 2011 Hündin Lola von den vorbeirauschenden Fahrzeugen auf der B 72: Sie war an einem Leitpfosten in der Nähe des Tierheims Sedelsberg an der B 72 angebunden worden. Ein Autofahrer hätte das völlig verstörte Tier beinahe überfahren. Die NWZ hat jetzt einmal nachgehakt, wie es der schwarz-braunen Hündin heute geht.
„Wir hatten in der NWZ von Lola gelesen. Ich habe gleich zu meiner Frau gesagt: Die ist doch was für uns“, erinnert sich Bernhard Meiners aus Garrel. Er rief beim Tierheim in Sedelsberg an, und tatsächlich konnte er den Hund in seine Obhut nehmen. Das erste Jahr auf dem Hof der Familie in der Straße Zum Richtemoor in Garrel verbrachte Lola mit einem anderen Hund, einem Rüden. Der habe ihr „schnell klargemacht, wer Chef ist“, berichtet Bernhard Meiners. Dann sei dieser aber krank geworden, habe schließlich eingeschläfert werden müssen.
Heute ist Lola „Chefin“. Und das macht sie auch deutlich, wenn Unbekannte auf den Hof kommen. „Wir wollen sie nicht mehr missen“, sind sich Bernhard und Elisabeth Meiners einig. Auch der noch 86-jährigen Mutter, die mit auf dem Hof lebt, gebe Lola „sehr viel Sicherheit“. Dafür gebe es auch jeden Morgen ein „Leckerli“ von der „Oma“.
Eigentlich, berichtet Bernhard Meiners weiter, hätten in diesem Sommer schon Welpen über den Hof laufen sollen. Das habe aber zeitlich nicht geklappt, nächsten Sommer soll es aber soweit sein. Sehr kinderlieb sei das Tier: „Schmusen ist für sie das Größte“, sagt Meiners. Er glaubt, dass der Vorbesitzer mit der temperamentvollen Lola schlicht überfordert gewesen ist und deshalb das Tier ausgesetzt hatte.
