Zetel - Die Zeteler Feuerwehrkameraden halten das Votum der Politiker für das kleinere Feuerwehrhaus für „nicht akzeptabel“. Das teilte Dennis Haesihus im Namen der gesamten Mannschaft der Feuerwehr Zetel mit. „Gemeindebrandmeister Stefan Eilers hat ausführlich die Argumente vorgebracht, warum die zweistöckige Variante für die Feuerwehr unabdingbar ist. Seitens der Politik wurden diese Argumente aus unserer Sicht nicht ausreichend wahrgenommen.“
Dennis Haesihus schreibt im Namen der Kameraden: „Wir fühlen uns als Feuerwehr in unserem Ehrenamt stark zurückgedrängt. Diverse langjährige Kameraden sind fassungslos. Kurzum: die Feuerwehr Zetel ist enttäuscht von dem politischen Handeln. Es wird hier die fachliche Kompetenz der Feuerwehrführung infrage gestellt. Monatelange ehrenamtliche Arbeit für das Feuerwehrhaus scheinen nun für die Tonne zu sein.“
Die Kameraden sind gekränkt und fühlen sich nicht ernstgenommen. Sie halten die Entscheidung außerdem für ein unangebrachtes Politikum.
„Politischer Machtkampf“
„Als die SPD den Antrag auf ein ebenerdiges Feuerwehrhaus gestellt hat und das Architekturbüro Kapels uns den ersten Entwurf dazu gezeichnet hat, haben wir die Partein in verschiedenen Sitzungen eingeladen und unsere Argumente vorgebracht. Wir haben das Gespräch ,im Guten’ gesucht. Bei diesen Treffen haben wir von den verschiedenen Parteien immer wieder gehört, dass Geld angeblich keine Rolle spielen würde. Für alle Partein standen die reibungslosen Abläufe der Feuerwehr im Vordergrund“, schreibt Dennis Haesihus. „Seitens der SPD sollte jedoch geprüft werden, ob eine eingeschossige Variante für uns akzeptabel wäre. Die treffenden Gegenargumente konnten wir am Donnerstagabend in der Sitzung von Stefan Eilers hören.“
Die Kameraden sind sicher: „Aus unserer Sicht handelt es sich hier um keine Entscheidung für ein zukunftsgerechtes Feuerwehrhaus, sondern um einen Machtkampf in der Politik. Die SPD versucht, eine Entscheidung durchzuboxen.“
„Falsche Entscheidung“
Die Feuerwehrkameraden meinen, dass die Diskussion um das Feuerwehrhaus ein Machtkampf zwischen der SPD und dem Bürgermeister ist, der aus der SPD ausgetreten ist. „Mit Bürgermeister Heiner Lauxtermann hatte die SPD vor kurzem die Mehrheit im Rat. Herr Lauxtermann ist jedoch vor kurzem aus der SPD ausgetreten, somit sind nun andere Voraussetzungen für solche Entscheidungen gegeben. Jetzt hat die SPD als Partner in dieser Entscheidung die Grünen gewinnen können.“ Lauxtermann bekennt sich dazu, im Verwaltungsausschuss am Dienstag für die zweistöckige Variante stimmen zu wollen.
Dennis Haesihus macht außerdem deutlich: „Die Feuerwehr muss wie ein Unternehmen betrachtet werden. Die SPD will unbedingt eine Einsparung von 140 000€ Euro erreichen. Wenn man diese Summe auf die Nutzungsdauer von 70 Jahren herunterbricht, sind das pro Jahr 2000€ Euro Mehrkosten, um einen adäquaten Ablauf in der Feuerwehr zu realisieren. Aus Unternehmersicht sind diese Einsparungen völlig falsch.“
