Zetel - Zwei Tage lang haben 100 Feuerwehrleute aus Zetel und Neuenburg und Polizisten sowie 20 Rettungshunde mit ihren Führern im Neuenburger Urwald nach einem 40-jährigen Mann aus Wilhelmshaven gesucht, der Sonntag als vermisst gemeldet worden war. Am Montagabend dann die traurige Gewissheit: Der Mann lebt nicht mehr. Ein Rettungshund hat ihn kurz vor Einbruch der Dunkelheit im Wald tot aufgefunden. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand schließt die Polizei ein Fremdverschulden aus.

Vier Hunde der Rettungshundestaffel mit ihren Führern und Helfern hatten am Sonntag bis kurz vor Mitternacht sowie am Montag das 350 Hektar große Waldgebiet abgesucht. Im Einsatz war auch ein „Mantrailer“, der den spezifischen Geruch eines einzelnen Menschen sucht. Am späten Montagnachmittag bekamen die vier Hunde Unterstützung: Rettungshundestaffeln aus Aurich, Wilhelmshaven-Friesland, Weser-Ems, DRK Aurich-Ostfriesland, Lemwerder, Cuxhaven und Unterweser sowie von der Diensthundführergruppe der Polizeidirektion Oldenburg rückten auf dem Parkplatz bei der Wiki in Zetel an, um die Suche zu intensivieren.

Eine gute Entscheidung: Letztlich war es ein Rettungshund, der den vermissten Mann im Wald aufspürte. Der Hund ist im Einsatz bei der Rettungshundestaffel Weser-Ems. „Es handelt sich um einen Flächenhund“, berichtet Heike Haag, Vorsitzende der Rettungshundestaffel.

Mit dem Kommando „Such und hilf“ wird der Hund im Gelände losgeschickt, einen vermissten Menschen zu suchen. Hat er die Person gefunden, bellt er, bis der Hundeführer kommt, berichtet Heike Haag.

Die Ausbildung zum Flächenhund dauert zwei Jahre. Der Hund lernt selbstständiges Arbeiten, seine Nase entsprechend einzusetzen, sich im dichten und unwegsamen Gelände sicher zu bewegen, bei der Aufnahme einer menschlichen Witterung den Ursprung zu orten und dorthin vorzuarbeiten.

Traute Börjes-Meinardus
Traute Börjes-Meinardus Redaktion Varel