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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Zeuge präsentiert Totenschädel

06.02.2008

SANDE /ZETEL /OLDENBURG Weil ein Dieb auf seiner Diebestour einen echten Totenschädel gefunden hatte, sind 2005 die Ermittlungen im Fall des 1995 spurlos verschwundenen Andreas Grünjes aus Friedeburg (Kreis Wittmund) wieder aufgenommen worden. Am Dienstag erklärte der Schädelfinder vor der Jugendkammer des Oldenburger Landgerichts, dass er den Fund seinerzeit der Polizei gemeldet habe, um für sein eigenes Verfahren „Pluspunkte“ zu sammeln. Der 24-Jährige erzählte den Beamten auch, gehört zu haben, wer Grünjes getötet haben solle: Stephan O. aus Nordrhein-Westfalen.

Die Erzählungen des Diebes hatten Folgen: Stephan O., der gebürtig aus Zetel (Kreis Friesland) stammt, muss sich nämlich zurzeit vor der Jugendkammer wegen Totschlags verantworten. Er soll laut Anklage vor zwölf Jahren vor der Diskothek „Watt“ (heute „Twister“) in Sande den damals 31 Jahre alten Andreas Grünjes getötet und die Leiche in einen Müllcontainer geworfen haben. Ein Leichnam indes ist bis heute nicht gefunden worden.

Die Ermittlungen hatten ergeben, dass der Angeklagte die Geschichte von der angeblichen Tötung Grünjes’ jahrelang verschiedenen Leuten erzählt hatte, darunter sogar verdeckten Ermittlern der Polizei. Das aber will er nur aus Wichtigtuerei getan haben, mit dem Verschwinden des Friedeburgers habe er nichts zu tun, sagte O. im Verlauf des jetzigen Gerichtsverfahrens.

Ob der Schädelfund O. be- oder entlasten kann, ist fraglich. Der Dieb fand den Schädel in einem Bunker fünf Kilometer von der Sander Diskothek entfernt. Den Ermittlungen zufolge soll er nicht zu dem Vermissten passen.

Am Tattag im Jahr 1995 war Andreas Grünjes gemeinsam mit einem Freund in der Diskothek gewesen. Dieser Freund kann sich an Einzelheiten heute aber nicht mehr erinnern. Er habe damals „einen Filmriss“ gehabt, wusste er der Jugendkammer zu berichten.

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