Ahlhorn - Er war ein ganz besonderes Jahr für die Freiwillige Feuerwehr Ahlhorn: Schließlich gehört ein Umzug zu den seltenen Ereignissen im Alltag der ehrenamtlichen Kräfte. Umso mehr bedankte sich Ahlhorns Ortsbrandmeister Carsten Rönnau bei der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte Rönnau bei Politik und Verwaltung für die Entscheidung und bei den Kameraden, dass alle mitangepackt hätten und der Umzug Ende September/Anfang Oktober in das neue Feuerwehrhaus an der Kirchstraße so sehr gut gelungen sei.

Gebaut hat das Gebäude der Metropolpark. Die Gemeinde Großenkneten ist derzeit noch Mieter und will das Haus in 2016 kaufen. Für die Ausstattung des Gebäudes hatte die Kommune gesorgt. „Es ist top, wir sind sehr zufrieden“, so der stellvertretenden Ortsbrandmeister Enno Lueken zur NWZ .

„Der neue Standort hat sich trotz aller Unkenrufe im Vorfeld bewährt“, gab er die Meinung des Ahlhorner Ortskommandos wieder. Von den Nachbarn habe es bisher keine Beschwerden gegeben. Sie waren direkt beim Einzug zu einem Gespräch ins Haus eingeladen worden. Aktuell nutzt die Wehr für rund 75 Prozent aller Einsätze die Abfahrt über die Nordwache auf die Vechtaer Straße. Nur das verbleibende Viertel, bei dem die Einsätze im Osten Ahlhorns liegen, wird direkt über die Kirchstraße angefahren.

Der Öffentlichkeit wird das Feuerwehrhaus am Sonntag, 28. Juni, bei einem Tag der offenen Tür vorgestellt. Hierfür wird ein eigens gegründeter Ausschuss ein großes Programm zusammenstellen.

Erfreuliche Nachrichten hatte Rönnau auch für 2015. Der überfällige Ersatz des inzwischen 29 Jahre alten Rüstwagens wird im Sommer erwartet. Es handelt sich um ein Fahrzeug des Landkreises. Gut lief auch der Feuerwehrball.

Im Rückblick auf 2014 berichtete Rönnau von deutlich geringeren Einsatz- und Stundenzahlen. Der Grund: 2013 hatten zwei Unwetter im Ort (mit vielen voll gelaufenen Kellern) und der Einsatz von Kameraden beim Elbe-Hochwasser sehr viele Einsatzstunden bewirkt.

In 2014 kamen bei der Ahlhorner Wehr insgesamt 7520 Stunden ehrenamtlichen Engagements zusammen. Davon entfielen 263 Stunden auf 17 Brandeinsätze, 400 Stunden auf 24 Hilfeleistungen sowie 35 Stunden auf Alarm ohne Einsatz.

Einige Einsätze bei Verkehrsunfällen waren für die Kameraden sehr belastend, insbesondere der schwere Unfall mit zwei Toten am Silvesternachmittag 2014 auf der A 29. Er war durch einen Geisterfahrer verursacht worden.

Ulrich Suttka
Ulrich Suttka Kanalmanagement