Ganderkesee - Eimer und Gießkannen in jeder Größe, Flaschen und Trinkbecher – kurzum: Alles, was Flüssigkeit fassen konnte, wurde am Samstagmittag genutzt, um es mit Wasser aus dem Hallenbad zu befüllen und dieses dann unter musikalischer Begleitung des Spielmannszuges Ganderkesee zum Freibad zu tragen. Rund 50 Mitglieder der DLRG-Ortsgruppe und des Schwimmvereins beteiligten sich am traditionellen „Wassertragen“, mit dem die Ganderkeseer seit 35 Jahren die Freibad-Saison eröffnen.
„Es freut mich, dass mit dieser Tradition nicht gebrochen wurde“, begrüßte Henry Peukert, Geschäftsführer der Sauna und Bäder GmbH, die Wasserträger im Freibad, wo alle Teilnehmer ihre Behältnisse am Rande des Schwimmerbeckens entleerten, ehe sie auf Kommando von Sepp Kubesch (DLRG) kopfüber ins Wasser sprangen – sieben Stunden nach der ersten Öffnung um 7 Uhr morgens war der Saisonstart damit auch offiziell vollzogen.
Henry Peukert stellte dabei prophetisches Talent unter Beweis: „19 Grad und heiter“, hatte er schon Mitte der Woche das Wetter für den Samstagmittag vorhergesagt – und genauso kam es. Im Becken war’s noch deutlich wärmer: Auf 25,5 Grad hatte das Bäder-Team die Wassertemperatur dank Fernwärme aus der Biogasanlage aufgeheizt. Auch die Wasserqualität stimmt: Top-Werte bescheinigte das Gesundheitsamt des Landkreises dem Ganderkeseer Freibad bei der Prüfung in der vergangenen Woche.
Und es soll noch besser werden: „Wir werden ein ganz tolles Premium-Freibad bekommen“, erwartet die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Zießler mit Blick auf die Sanierung, für die jetzt erste Pläne vorliegen (siehe Info-Kasten). Zießler freute sich auch über die flexibleren Öffnungszeiten, die Peukert für diese Saison angekündigt hat. An sonnigen Tagen soll das Freibad abends länger geöffnet bleiben. Jetzt muss nur noch die Sonne mitspielen.
