Melle - Beim Absturz eines Ultraleichtflugzeugs in Melle bei Osnabrück sind ein 54-jähriger Mann aus Bünde bei Bielefeld und ein 65-jähriger Dortmunder ums Leben gekommen. Sie stürzten mit ihrem Flugzeug am Sonntag auf ein Gartenhaus auf einem Privatgrundstück inmitten von Feldern. Das kleine Haus fing Feuer, auch das Flugzeug brannte komplett aus. Zwei Mitarbeiter der Bundesanstalt zur Flugunfalluntersuchung eilten zum Einsatzort, um die Arbeit der Polizei zu unterstützen.

Wie die Polizei mitteilte, verbrannten die beiden Männer bis zur Unkenntlichkeit. Einer der beiden hatte das Flugzeug gesteuert. Zahlreiche Rettungskräfte löschten das Feuer unmittelbar neben einem Wohnhaus.

Zunächst waren die Rettungskräfte davon ausgegangen, dass nur ein Mensch bei dem Unglück ums Leben gekommen war. Später stellte sich heraus, dass ein weiterer Mann an Bord des Flugzeugs gewesen war.

Die Maschine war am rund drei Kilometer weit entfernten Flugplatz Melle-Grönegau gestartet. Wohin der Pilot fliegen wollte, konnte die Flugleitung nicht sagen. Der Flugplatz ist ein beliebter Landeplatz für Sport- und Segelflieger. Gemeinsam mit einem Sachverständigen des Bundesamtes für Flugunfalluntersuchung aus Braunschweig begann die Polizei am Sonntagnachmittag mit den Ermittlungen zur Absturzursache.

Das Unglück ist bereits der vierte Absturz eines Kleinflugzeugs in Niedersachsen innerhalb weniger Wochen. Im Kreis Oldenburg, in Bad Münder bei Hameln und in Escherode bei Göttingen waren seit Anfang April drei Propellermaschine abgestürzt. In allen Fällen kamen die Piloten dabei ums Leben. Im Kreis Oldenburg handelte es sich um den Kirchseelter Bürgermeister Walter Raem.