Garrel - Nach dem tödlichen Verkehrsunfall in Garrel (Landkreis Cloppenburg) hat sich ein schwer verletzter Mann im Krankenhaus Friesoythe gemeldet. Die Polizei geht davon aus, dass er der Fahrer oder der Mitfahrer des 25-Jährigen war, der in der Nacht zum Sonntag aus dem Unfallauto in ein Maisfeld geschleudert worden war. Darauf lässt laut Polizei auch schließen, dass beide unter der gleichen Anschrift in Friesoythe gemeldet sind.
Die Vernehmung des 27-Jährigen gestalte sich schwierig, sagte Polizeisprecher Jan-Dirk Meiners. Der lettische Staatsbürger spreche kaum deutsch. In einer ersten Vernehmung habe er aber etwas von einem Maisfeld gesagt, in dem er aufgewacht sei.
Nach den bisherigen Ermittlungen war das Auto auf der L 871 Richtung Garrel unterwegs, als es von der Fahrbahn abkam. Es streifte einen Baum und landete im Maisfeld. Der 25-Jährige wurde aus dem Wagen geschleudert, seine Leiche rund zwölf Meter entfernt vom Auto gefunden (die NWZ berichtete). Erst am Sonntagmorgen hatte ein Fahrradfahrer die Leiche des jungen Mannes entdeckt.
Aufschluss darüber, ob der Mann Fahrer des Wagens war, erhofft sich die Polizei von einer Obduktion, die an diesem Dienstag erfolgen soll.
Warum der verletzte Mann erst eine Nacht später ins Krankenhaus gegangen sei, sei eine weitere der offenen Fragen, sagte Meiners. Gegen den 27-Jährigen könnte nun wegen unterlassener Hilfeleistung, fahrlässiger Körperverletzung oder fahrlässiger Tötung ermittelt werden. Falls er der Fahrer war, könnte Fahrerflucht hinzukommen.
Die Ermittler gingen direkt davon aus, dass noch ein weiterer Mensch im Auto gesessen hatte, da beide Gurte eingesteckt waren.
