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NWZonline.de Nachrichten Panorama Blaulicht

Zwischenfall bei Mahnwache in Kirchweyhe

15.03.2014

Kirchweyhe Mit einer Mahnwache haben rund 500 Bürger am Freitag vor dem Bahnhof von Kirchweyhe bei Bremen an den 25-Jährigen Daniel S. erinnert, der vor einem Jahr an den Folgen eines Gewaltverbrechens gestorben ist. Der junge Mann hatte versucht, als Unbeteiligter einen Streit zu schlichten. Die Teilnehmer der weitgehend friedlichen Gedenkveranstaltung legten Hunderte bunte Frühlingsblumen am Tatort nieder, entzündeten Kerzen und sangen gemeinsam Lieder.

Zugleich versuchten Rechtsextreme, das Verbrechen eines heute 21-Jährigen mit türkischen Wurzeln für ihre Zwecke zu nutzen. Etwa 20 Rechte legten rund hundert Meter vom Tatort entfernt weiße Rosen nieder. Die Polizei schirmte sie von den anderen Demonstranten ab, konnte aber nicht verhindern, dass sie mit Tomaten beworfen wurden. Zu einem weiteren Zwischenfall kam es, als rund 150 Linksautonome versuchten, eine Absperrung zu durchbrechen. Das Vorhaben wurde von der Polizei allerdings rasch unterbunden. Eine Rolle spielte dabei auch der Bruder des Getöteten, der sich zwischen die Fronten stellte und darum bat, die Gedenkveranstaltung politisch nicht zu missbrauchen.

Die Rechtsextremisten dürften den Tod des jungen Mannes nicht für ihre Propagandazwecke missbrauchen, unterstrich der evangelische Pastor Holger Tietz als Moderator des örtlichen Runden Tisches gegen Rechts und für Integration: „Weyhe ist bunt nicht braun. Weyhe ist mutig und setzt ein Beispiel.“

Weyhes Bürgermeister Frank Lemmermann (SPD) betonte, mit der Aktion genau ein Jahr nach dem Tod solle ein Zeichen gegen Gewalt und für ein friedliches Miteinander gesetzt werden. Der sinnlose Tod eines Menschen habe die Gemeinde tiefgreifend verändert. „Wir wollen hier in Weyhe mit allen Menschen friedlich zusammenleben.“

Der Täter wurde kürzlich wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Jugendstrafe von fünf Jahren und neun Monaten verurteilt. Schon während der junge Mann in Untersuchungshaft saß, versuchten Rechtsextreme die Tat politisch auszuschlachten und Hass gegen Ausländer zu schüren. Die Menschen in Kirchweyhe wehrten sich dagegen mit Demonstrationen am Tatort vor dem Bahnhof, an denen Tausende Bürger teilnahmen.

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