BOCKHORN - Zehn Jahre Präventionsrat der Gemeinde Bockhorn: Viel Lob erhielten die Organisatoren und Mitglieder am Sonnabend für ihre ehrenamtliche Arbeit, und das zu Recht, wie beim Familienaktionstag am Sonntag unter Beweis gestellt wurde. „Wir können stolz sein auf das, was wir in den zehn Jahren erreicht haben“, erklärte der Vorsitzende Olaf Schumacher beim Geburtstags-Empfang im „Hotel Hornbüssel“. Ein Grund dafür, so der Stellvertretende Bürgermeister im Amt, Andreas Meinen, „ist die Harmonie zwischen den Mitgliedern, die konstruktiv nach vorn arbeiten.“

Wie konstruktiv, dass wurde deutlich bei der Präsentation der Aktionen - Gewaltvorbeugung in Kindergärten und Schulen, Sicherheit und Schutz, Aufklärung und Bewahrung - nach dem Motto des Moderators Peter Wegener: „Keine Gewalt gegen unsere Kinder“. Das Engagement der Präventionsräte bleibe wichtig angesichts gravierender gesellschaftlicher Veränderungen, großen Wanderungsbewegungen und dem Einzug der Computer in die Kinderzimmer, betonte Meinen. Der Erste Kreisrat und Vorsitzende des Kreispräventionsrates, Peter Wehnemann, fügte hinzu: „Immer mehr inkompetente, überforderte Familien stecken mitten drin in Problemen. Wir dürfen die Eltern nicht aus der Verantwortung entlassen, aber wir brauchen Netzwerke der Hilfe, wie sie in Bockhorn aufgebaut wurden.“ Der Vareler Bürgermeister Gerd-Christian Wagner ergänzte: „Prävention muss gelebt werden, die Menschen hier sind mit dem Herzen dabei.“

Am Sonntag wurde um 10 Uhr ein Sternlauf gestartet, „100 000 Schritte für zehn Jahre Präventionsrat Bockhorn“, mit den Marathonläufern Harald Ehlers und Jürgen Hinrichs an der Spitze, mit Sonderaktionen in Varel, Neuenburg und Zetel. Bei einem ökumenischen Gottesdienst fanden auch Pastor Harro Kawaletz und Pfarrer Manfred Janßen deutliche Worte: „Prävention beginnt in den Familien und kehrt in die Familien zurück“ (Kawaletz), „Gewaltvorbeugung ist im christlichen Sinn auch ein Dienst der Nächstenliebe“ (Janßen).