BOCKHORN - Sehr unzufrieden sind Anwohner des Loogenweges in Bockhorn über die Verkehrslage auf der kurvenreichen, engen Straße. Einige wohnen im „Niemandsland“ zwischen Steinhausen und Kranenkamp, auf dieser Strecke darf 100 km/h schnell gefahren werden, und das geht nach Ansicht von Ute Weinert, Lisa Martens und Hertha Fröhlich überhaupt nicht: „Radfahrer und Schulkinder sind auf der Straße unterwegs, einen Gehweg gibt es nicht. Wir fordern eine Beschränkung auf 50 km/h.“

Mehrfach hatten sich die Anwohner auch mit Unterschriften von rund 100 Leuten an die Behörden gerichtet (die NWZ berichtete), getan hat sich bis jetzt nichts. Im Gegenteil, über das jüngste Antwortschreiben hat sich Ute Weinert besonders geärgert. Die Verkehrswacht Varel-Friesische Wehde hatte eine Zählung vorgenommen mit eindeutigen Ergebnissen über häufigen und zu schnellen Straßenverkehr – das wurde vom Kreis mit dem Hinweis auf einen möglichen „Gerätefehler“ zurückgewiesen.

Die Gefahrenquellen sind aber da, betonen die Anwohner: „Viele kleine Seitenwege sind durch Hecken nicht einsehbar. Auch die Kurven sind kaum zu überblicken, in letzter Zeit sind drei Motorradfahrer von der Strecke abgekommen. Dabei ist der Loogenweg hier als Grüner Wanderradweg nach Petershörn und Dangast ausgewiesen.“ Viele Autofahrer würden diese Strecke aber als Abkürzung zwischen Steinhausen und Varel wählen, das würde in den Navigationsgeräten auch so angezeigt. Die Argumentation der Gemeinde Bockhorn, die Angelegenheit weiter zu beobachten und „gegebenenfalls wieder Geschwindigkeiten zu messen“, werten die Frauen um Ute Weinert als Versuch, „uns ruhig zu stellen.“ Daran werden sie sich aber nicht halten: „Wir werden uns wieder ans Rathaus wenden, wir geben nicht nach.“