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Rekonstruktion Endlich: Jetzt wird geschmiedet

Kai Hippen

BOCKHORN - Schlag auf Schlag geht es los. Mit dem Nachbau des Woppenkamper Schwertes ist jetzt begonnen worden, der Schmied von Bockhorn, Bernhard Nitz, hatte dafür Bürgermeister Ewald Spiekermann als hiebfesten Helfer gewinnen können.

Anlass für den Arbeitsbeginn ist eine Spende der „Gertrud und Hellmut Barthel Stiftung“ (Varel) in Höhe von 1000 Euro. Zuvor war bereits eine Zuwendung der Raiffeisen-Volksbank Varel-Nordenham über 1500 Euro eingegangen (die

NWZ

  berichtete), die Gesamtkosten für den Nachbau werden auf 5500 Euro geschätzt. Spiekermann ist sich sicher: „Das Geld kriegen wir zusammen.“

Unterstützt wird die Aktion vor allem vom Verein für Heimatgeschichte der Gemeinde Bockhorn. Dessen Vorsitzende Margrit Hayen und Schriftführer Reiner Kohlwes waren Zeugen der ersten Hammerschläge.

Hayen wies darauf hin, dass der Nachbau später in der Gemeinde Bockhorn bleiben soll, vielleicht im Rathaus ausgestellt, als Zeugnis adeliger Vergangenheit in der Wehde. Das originale Schwert war 1904 beim Lehmabbau in Woppenkamp gefunden worden, es diente wohl als Grabbeigabe für einen wichtigen Anführer. Der Fund konnte in die Zeit um 900 bis 1000 nach Christus datiert werden und wird in der Literatur auch als Steinhauser Schwert bezeichnet. Es wird beim Institut für historische Küstenforschung untersucht.

120 bis 140 Werksstunden wird Bernhard Nitz aufwenden müssen, um das Schwert in seiner originalen Gestalt zu rekonstruieren. Er betonte: „Jeder Arbeitsschritt wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für historische Küstenforschung in Wilhelmshaven wissenschaftlich dokumentiert. Mir geht es vor allem darum, alte Schmiedetechniken darzustellen.“

Jetzt begann also die funkensprühende Arbeit an der Esse der Bockhorner Schmiede. Zunächst wird der sogenannte Klingenstahl hergestellt, fein raffiniert, wie der Fachausdruck lautet. Nitz und Spiekermann legten sich mächtig ins Zeug, um das glühende Metall in Form zu bringen. Reiner Kohlwes ist für die Finanzierung zuständig. Er hofft nun auch auf die Unterstützung aus Bockhorn. Wer sich informieren will, kann sich an Kohlwes, Tel. 04453/7684, wenden.

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