Bockhorn - Bei der Jahreshauptversammlung des FDP-Ortsverbandes Friesische Wehde ist am Dienstagabend der Vorstand ohne Gegenstimmen wiedergewählt worden. Erster Vorsitzender in den kommenden zwei Jahren ist Harald Duttke, Schatzmeisterin ist Erika Müller, Schriftführerin Jantje Bredehorn.

In der zweiten Vorsitzenden Gisela Grützner ist auch eine Zetelerin im Vorstand vertreten. Zu Beisitzern wurden Margrit Bredehorn, Ewald Kamerar, Manfred Lehde und Hayo Sieckmann gewählt. An der Versammlung nahm auch der stellvertretende Kreisvorsitzende Lübbo Meppen teil.

Der Ortsverband Friesische Wehde hat 39 Mitglieder. Duttke: „Leider macht der demografische Wandel auch vor unserem Verband nicht halt. Jüngere Mitglieder haben, eingebunden in Beruf und Selbstständigkeit, wenig Zeit für ehrenamtliche Tätigkeit.“

Das ganze Augenmerk müsse der Kommunalwahl 2016 gelten: „Es wird aber unheimlich schwer, Kandidaten für Kreistags- und Gemeinderatswahlen in Bockhorn zu finden.“ Politikinteressierte Bürger sind daher bei der FDP jederzeit willkommen.

Zur Bockhorner Kommunalpolitik erklärte Duttke: „Die Zusammenarbeit in der Gruppe mit den Grünen ist sehr harmonisch.“ Leider sei auf Antrag von Wolfgang Janßen mit Unterstützung von CDU und SPD die Mitgliederzahl in den Ausschüssen von neun auf fünf gesenkt worden. Die FDP ist daher nur noch in drei Ausschüssen vertreten. „Es wäre für die anstehenden wichtigen Aufgaben besser gewesen, alle Fraktionen in den Gremien Gehör zu geben“, sagte Duttke.

Die Umsiedlung der Gemeindebücherei ins Jugendzentrum bezeichnete Duttke als gelungen. Ein Ausblick in die nächste Zukunft: „Durch die vielen Windkraft- und Fotovoltaik-Anlagen ist Bockhorn in Bezug auf regenerative Energie bestens aufgestellt. Jedoch werden Anträge aus dem Süden der Gemeinde behandelt werden müssen. Das wird nach sich ziehen, dass die veraltete Potentialstudie überarbeitet werden muss.“

Ein altes Anliegen der FDP sei die Straßenrandbefestigung der Grodenstraße von Ellensedammersiel nach Petersgroden. Duttke kündigte an, dass demnächst versuchsweise Gitterplatten verlegt werden sollen.

Gisela Grützner wies für die Zeteler Kommunalpolitik darauf hin: „Für mich ist es erstaunlich, dass im Rahmen der Schuldiskussion die Zeteler den Ableger des Gymnasiums so ohne weiteres hat gehen lassen. Mancher Zeteler wird erstaunt sein, wenn nach einem Losverfahren sein Kind gar nicht in Zetel zur Schule gehen kann.“ Sie zeigte Verständnis für entsprechende Bürger-Kritik: „Da müssen wir den Finger drauf halten.“ Hayo Sieckmann stimmte zu: „Mit Sicherheit wird eine ganze Reihe von Zeteler Kindern in Bockhorn oder Varel eingeschult.“