Grabstede/Bockhorn - „Wir haben in der Gemeinde zwei sehr erfolgreiche Jugendwehren, ein Zeichen für die hervorragende Nachwuchsarbeit. Jetzt kommt eine Kinderfeuerwehr hinzu.“ Das erklärte der Bockhorner Bürgermeister Andreas Meinen Mittwochabend vor dem Ordnungs-, Feuerschutz- und Sozialausschuss im Rathaus.
Die Grabsteder Wehr will die Kinderabteilung einrichten. Zwei Betreuer haben sich nach Auskunft von Gemeindebrandmeister Holger Reuter schon gefunden, bei der nächsten Ferienpassaktion soll dafür geworben werden, teilnehmen können Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren. Reuter: „Die Angebote sind spielerischer Natur mit Ausflügen oder dem Besuch von Sportveranstaltungen.“
Im Zeichen der Ganztagsschulen sind Kinder überall begehrt. Holger Reuter: „Wir konkurrieren dabei mit den Sportvereinen, die Kinder auch schon frühzeitig anwerben.“
Einmal im Monat würden Aktionen angeboten, die Kinderfeuerwehr sei nicht mit großen Kosten verbunden: „Für T-Shirts haben wir schon Sponsoren gefunden.“ Die Gemeinde brauche nicht für Ausrüstung aufzukommen.
Der Ausschuss unter Leitung von Rolf Scherer sprach sich einhellig für die Kinderfeuerwehr aus. Hartmut Kaempfe (UWG): „Sehr gut, für die Nachwuchsarbeit wichtig.“ Christian Bergfeld (SPD): „Nur zu begrüßen. Die Feuerwehr hat einen Schutzauftrag für alle. Wenn die Kinder später bei der Wehr bleiben, ist allen gedient.“ Walter Daxl (Seniorenbeirat): „Wir beglückwünschen die Grabsteder Feuerwehr zu dieser Idee.“ Scherer: „Eine Bereicherung für die Kinderbetreuung in der Gemeinde.“
Jetzt wird die Satzung für die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Bockhorn angepasst, gleich auch für die Bockhorner Ortwehr mit, falls sie dem Ansinnen folgt. Stimmt der Rat zu – davon ist auszugehen – und ist die Satzung im Amtsblatt veröffentlicht, kann die Grabsteder Kinderfeuerwehr gegründet werden. Das wird vermutlich Ende Oktober geschehen.
Der Einsatzleitwagen der Bockhorner Wehr soll für 6500 Euro aufgerüstet werden, um Kommunikationsmöglichkeiten zu verbessern. Reuter: „Wir hatten bei jüngsten Einsätzen Probleme, die Leitstelle zu erreichen. Das muss professioneller werden.“ Für rund 5000 Euro muss auch eine neue, stärkere Rettungsschere angeschafft werden.
