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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Bockhorn

EHRENAMT: Früher mit dem Lloyd von Haus zu Haus

12.05.2006

BOCKHORNERFELD Er ist für 40 Haushalte in Bockhornerfeld zuständig. Zeit für einen „Klönschnack“ ist nur noch selten.

Von Kai Hippen BOCKHORNERFELD - Er hat sie alle im Rathaus erlebt, die Bockhorner Gemeindedirektoren Murmann, Röhrig, selbst Hermann Pommer. Seit 40 Jahren übt Erich Theilsiefje für die Verwaltung nach Ehre und Gewissen das Amt des Bezirksvorstehers aus. „Bockhornerfeld II“ ist sein Reich, da kennt er jedes Haus, jeden Einwohner, fast jeden Hund, auf jeden Fall jeden Briefkasten, denn die braucht er für seine Zustellungen, eine seiner wichtigsten Aufgaben.

40 Jahre – das ist ein Anlass für den Bockhorner Bürgermeister Ewald Spiekermann, seinen Kollegen zu besuchen und einen wohlgefüllten Präsentkorb vorbei zu bringen. „Im Namen von Rat und Verwaltung möchte ich Dank sagen für diesen außergewöhnlichen Einsatz. Vier Jahrzehnte Bezirksvorsteher, das ist schon was“, erklärte Spiekermann.

Rund 40 Haushalte betreut Erich Theilsiefje, der Landwirt, dessen Hof am Grenzweg jetzt von Arno Theilsiefje geführt wird. Er wohnt natürlich immer noch da, denn die Gegend zwischen den Grenzen von Friesland und Ammerland, zwischen Bockhorn und Varel ist ihm ans Herz gewachsen. An die Anfänge seines Ehrenamtes kann sich Erich Theilsiefje gut erinnern. Nicht mit dem Fahrrad, nein, bei Menke Ahlers in Bockhorn hatte sich der Bauer einen Lloyd gekauft. Mit dem konnte er bequem seinen Aufgaben nachkommen.

Lohnsteuerkarten verteilen, die Erhebung der Bodennutzung, Viehzählungen im Dezember: Fast jeder in der Gegend von Erich Theilsiefje hielt früher Kühe und Schweine. Das ist heute etwas anders geworden, aber eine zweite Sache, die hat sich völlig verändert, und die macht eigentlich den Reiz dieser Aufgabe aus, der gemütliche „Klönschnack“ zwischendurch. Theilsiefje: „Heute ist tagsüber kaum noch jemand zuhause, und die, die da sind, haben keine Zeit.“

Bürgermeister Spiekermann zeigte sich wie immer ordnungsliebend: „Geht es denn bei den Zählungen immer ehrlich zu?“ Der Bezirksvorsteher: „Nicht immer so ganz. Wir müssen uns auf das verlassen, was uns erzählt wird.“ Bei den Hunden zum Beispiel gibt es nach Ansicht beider eine hohe Dunkelziffer von nicht angemeldeten Vierbeinern, allerdings wohl mehr in den Ortschaften, weniger auf dem Land. Dafür ärgert sich Erich Theilsiefje darüber, dass oft der zur Zeit geltende Leinenzwang für Hunde von Spaziergängern nicht eingehalten wird.

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