Bockhorn - In Sachen Feuerwehrgerätehaus in Bockhorn geht es jetzt weiter. Donnerstagabend wurden im Ordnungs-, Feuerschutz- und Sozialausschuss konkrete Pläne des Architekturbüros Kapels (Zetel) vorgestellt. Gemeindebrandmeister Holger Reuter führte im Rathaus aus, dass neben dem Altbau an der Schulstraße ein Neubau mit drei Stellplätzen für große Feuerwehrfahrzeuge entstehen soll. Das Vorhaben sei eng mit der Verwaltung und mit der Feuerwehrunfallkasse abgestimmt. Für den Neubau muss die Gemeindebücherei weichen.

In der von Rolf Scherer (Grüne) geleiteten Sitzung berichtete Reuter, dass in der bisherigen Fahrzeughalle der Umkleidebereich für die Feuerwehrleute eingerichtet werden soll. Der Clou dabei: Männer- und Frauenplätze werden durch Sichtschutz aus drehbaren Spinden getrennt. So kann flexibel auf die jeweilige Personalsituation reagiert werden. Es gibt ausreichend Parkplätze für die anrückenden Kameraden, der Einsatzleitwagen bekommt eine Garage, an genug Raum für den Atemschutz ist gedacht. Für die Investition stehen nach Auskunft von Bürgermeister Andreas Meinen 440 000 Euro im Haushalt zur Verfügung.

Für Holger Reuter bieten die Pläne „eine optimale Lösung“. Und: Die ganze Feuerwehr steht dahinter, wie sie eindrucksvoll bewies, in Mannschaftsstärke waren die Kameraden ins Rathaus gekommen. Auch die Politiker sprachen sich einhellig für den Standort aus.

Walter Daxl vom Seniorenbeirat gab die Anregung eines Bürgers weiter, das Feuerwehrhaus beim alten Aldi an der Urwaldstraße zu bauen. Und Wolfgang Janßen (fraktionslos) hatte für den nichtöffentlichen Teil der Sitzung einen Dringlichkeitsantrag eingereicht, der der NWZ  vorliegt. Danach sei der Gemeinde von einem Bürger eine Immobilie an der Steinhauser Straße mit einer großen Halle, einem Wohnhaus und sieben Garagen auf einer Fläche von rund 3000 Quadratmetern zum Kauf angeboten worden. Janßen zufolge auch eine Alternative für das Feuerwehrhaus. Der Antrag wird nach Informationen der NWZ  nicht weiterverfolgt.

Diskutiert wurde im Ausschuss über eine Stellungnahme der Gemeinde zum Abfallwirtschaftskonzept des Landkreises Friesland. Anregungen: Im Gewerbegebiet „Am Geeschendamm“ soll eine Annahmestelle für Problemstoffe und Sonderabfallkleinmengen eingerichtet werden. Im Wertstoffhof Varel-Hohenberge sollen auch Bauschutt und Grünabfälle abgegeben werden können. Diedrich Loers, Christa Hoppenheit und Walter Daxl sprachen sich dafür aus, die Biotonnen in ihrer bisherigen Größe beizubehalten. Ein „gebührenscharfes Ident-System“ wird als nicht praktikabel angesehen. Scherer forderte eine bessere Versorgung mit den „Gelben Beuteln“ von DSD, damit nicht Wertstoffe in der „Grauen Tonne“ entsorgt werden.

Zur Sprache kamen auch die Themen Grundsicherung, Hilfe zum Lebensunterhalt und Asylbewerberleistungsgesetz. Meinen zufolge will der Landkreis Friesland hier Aufgaben an sich ziehen. Der Ausschuss sprach sich aber dafür, aus Bürgerfreundlichkeit diese Leistungen weiter im Bockhorner Rathaus zu bearbeiten.