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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Bockhorn

Osterforder wollten vor 50 Jahren keine eigene Schule

07.07.2014

Osterforde In Osterforde, der „Keimzelle“ der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) Bockhorn, wurde am Sonnabend das 50-jährige Bestehen der Gemeinschaft gefeiert. Aus dieser Ortschaft kamen damals die Männer der ersten Stunde, im Dorfgemeinschaftshaus begrüßte der heutige Vorsitzende Harald Martens Mitglieder und Gäste zur Jubiläumsfeier.

Albert Onken, der einzige noch lebende Gründungsvater, konnte aus gesundheitlichen Grünen nicht an der Feier teilnehmen. Dafür waren der Bockhorner Ehrenbürgermeister Ewald Spiekermann (UWG) und sein Nachfolger Andreas Meinen mit seiner Stellvertreterin im Amt, Katja Lorenz, erschienen. Auch die anderen Ratsfraktionen hatten mit Thorsten Krettek, Heinke Sieckmann (CDU), Johann Helmerichs, Diedrich Loers (SPD), Joachim Burmeister (Grüne) und Harald Duttke (FDP) Gratulanten geschickt. Neben den Gastgebern von der Dorfgemeinschaft Osterforde war auch Helmut Tetz für die Dorfgemeinschaft Grabstede dabei.

Harald Martens berichtete, dass am 2. Juni 1964 die Gründungsversammlung in der früheren Gaststätte Wilken abgehalten worden war: „Wählergemeinschaften entstehen, wenn Politik über die Köpfer der Bürger hinweg entschieden wird.“ Damals ging es um Schulpolitik, Osterforde sollte eine eigene Schule erhalten, die Eltern fühlten sich ausgegrenzt, sie setzten durch, dass ihre Kinder weiter in Bockhorn unterrichtet wurden. Dafür wurde die Hilgenholter Straße gebaut und Schülerlotsen an der heutigen B 437 eingesetzt.

Erster Vorsitzender der UWG Bockhorn wurde Walter Schlosser. In verschiedenen Kommunalwahlen konnte die Gemeinschaft immer mehr Mitglieder in den Rat entsenden, 1996 waren es 13 – die Mehrheit. Mit Ewald Spiekermann stellte sie jahrzehntelang den Bürgermeister, mit Schlosser, Martens und Christa Hoppenheit auch Stellvertreter. In 50 Jahren UWG-Geschichte gab es mit Schlosser und Martens nur zwei Vorsitzende.

„Das Schwierige bei Wählergemeinschaften ist, dass sie Sammelbecken verschiedener politischer Denkrichtungen sind. Darum klappt die Zusammenarbeit nur auf einfacher kommunaler Ebene in Rathäusern und Kreistagen“, erklärte Martens. Dafür werde jetzt der Zusammenhalt mit anderen Wählergemeinschaften in Friesland, im Ammerland und in der Wesermarsch verstärkt gesucht: „Wir wollen immer nur Politik für Bürger machen.“

Andreas Meinen hob hervor: „Was wäre die Bundesrepublik ohne Wählergemeinschaften? Wir brauchen Mehrheitsentscheidungen. Dafür sind sie auf lokaler Ebene sinnvolle Ergänzungen zu den Parteien.“ Die UWG ist in Bockhorn eine echte Größe. „Sie hat in 50 Jahren sehr aktiv das Gemeindeleben mitgestaltet und hat viele bekannte Persönlichkeiten hervorgebracht, wie den Ehrenbürgermeister Spiekermann. Die UWG erfüllt eine gute Funktion, sie war auch in schwierigen Zeiten immer verlässlich“, sagte Meinen.

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