Bockhorn - Jahrelang war die Verkehrsberuhigung der Urwaldstraße in Bockhorn ein Dauerthema in politischen Diskussionen. Hin und her ging es, die einen wollten den Klinkerbelag entfernen, die anderen nicht. Dann, laut Bürgermeister nach eingehender Beratung mit Sachverständigen, wurden im April 2012 sechs hölzerne Pflanzkübel aufgestellt, später wurde eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h erlassen. Bürgermeister Andreas Meinen sprach damals von einer „Erprobungsphase“. Die NWZ fragte jetzt unter Initiatoren und Anwohnern nach, wie die Lage der Dinge ist. Harald Duttke hatte für die FDP die Verkehrsberuhigung der Urwaldstraße auf seine Fahnen geschrieben. Er sagt heute: „Es wird immer noch viel zu schnell gefahren, die Leute fahren Slalom um die Pflanzkübel herum.“
Jochen Meineke unterhält eine Rechtsanwaltspraxis an der Straße. Sein Eindruck: „Die Autofahrer halten sich nicht an die Geschwindigkeitsbeschränkung.“ Auch das zweite Ziel der Maßnahme, den Straßenlärm zu reduzieren, sei nicht erreicht worden: „Tagsüber können wir unsere Fenster zur Straßenseite nicht öffnen.“ Dr. Egbert Völkel kann aus seiner Arztpraxis die Situation auf der Urwaldstraße beobachten. Er teilt die Meinung: „Es wird weiter zu schnell gefahren, der Lärm ist nicht weniger geworden.“
