STEINHAUSEN - Das Tier wird untersucht. Panik sei nicht angebracht, hieß es.

Von Kai Hippen

STEINHAUSEN - Nach Informationen der NWZ ist am Sonnabend in Steinhausen (Gemeinde Bockhorn) ein kranker Schwan gefunden worden. Nach Angaben von Anwohnern der Siedlung „Eekenhoff“ sei er wie ein „Stein vom Himmel gefallen“, andere wollen das schwächelnde Tier in der Gegend schon länger beobachtet haben. Die Anwohner informierten die Behörden, Polizei und Feuerwehr waren im Einsatz. Der zuständige Jagdpächter erlegte den Schwan, der dann sofort dem Kreisveterinäramt zur Untersuchung übergeben wurde. Diese dauert noch an.

Auf Anfrage der NWZ erklärte der Bockhorner Bürgermeister Ewald Spiekermann: „Wir wollen hier keine Panik machen, aber die Dinge müssen ihren geordneten Weg gehen.“ Der Pressesprecher des Landkreises Friesland, Rainer Graalfs, mahnte nachdrücklich zur Besonnenheit: „Ein toter Vogel ist noch lange kein Zeichen für den Ausbruch der Vogelgrippe in Friesland. Es ist ein ganz normaler Vorgang in der Natur, dass in einem langen und kalten Winter kranke oder tote Vögel gefunden werden.“ Bei den Kreisbehörden seien im Laufe der vergangenen Wochen viele Kadaver von Wildvögeln und anderen Tieren abgegeben worden, bei keinem seien Erreger der Vogelgrippe festgestellt worden, auch nicht bei Schwänen, die in Jever gefunden worden waren. Auch Kreisveterinär Dr. Hans-Dieter Zander hatte in der NWZ vom 22. Februar deutlich klar gemacht, dass ein toter Vogel noch kein Anzeichen für einen Seuchenfall darstelle. Weiterhin gelte: „Die Gefahr einer Infektion mit Vogelgrippe ist für Menschen

gering.“