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NWZonline.de Region Friesland Gemeinden Bockhorn

Gesundheit: Zu wenig Bewegung als Ursache für Überzuckerung

21.07.2017

Bockhorn Diabetes ist eine dieser sogenannten Volkskrankheiten, viele sind betroffen. Es ist eine komplizierte Krankheit, Information und Erfahrungsaustauschs sind wichtig, und eine gute Idee ist daher der regelmäßige Diabetes-Stammtisch, den die Diabetes-Pflegefachkräfte Bärbel Lücking und Heiko Sendt gemeinsam mit Peter Kniebeler im Büro- und Pflegeinformationszentrum „Bliev to Huus“ in Bockhorn, Lange Straße 29, geschaffen haben.

Bärbel Lücking hatte Mittwochabend zu einer Schulung über Unter- und Überzuckerung (Hypo-und Hyperglykämie) eingeladen: „Ein interessantes Thema, weil es jeden Diabetiker betrifft.“ Dabei geht es um den Langzeitblutzuckerwert (HbA1c), der bei gesunden Menschen bei 6 Prozent (39 mmol/mol) liegt, bei Diabetikern in der Therapie bei 6,5 Prozent. Die kritische Grenze ist bei einem HbA1c-Wert von 7 festzumachen. Diabetiker messen selbst ständig diesen Wert. Bärbel Lücking: „Nie in den roten Bereich ab 10 kommen, dann sofort mit dem Arzt über Änderungen der Therapie sprechen.“

Ursachen für Unterzuckerung (unter 50 mg/dl) sind Lücking zufolge zu viel Insulin („wenn gespritzt wurde, gleich etwas essen“), zu viele orale Wirkstoffe wie Sulfonylharnstoffe und Glinide, neue blutzuckersenkende Medikamente wie Betablocker, zu geringe oder zu späte Aufnahme von Kohlenhydraten, zu viel ungewohnte Bewegung und Alkohol, Erbrechen oder Durchfall.

Symptome unter anderem: Schweißausbruch, Heißhunger, Herzklopfen, Kribbeln an den Lippen, weiche Knie, Konzentrationsschwäche, Zittern, Sehstörungen, Krampfanfälle und Bewusstlosigkeit. Bärbel Lücking betonte mehrfach, dass bei allen Aussagen immer individuelle ärztliche Vorgaben zu beachten sind.

Die Reaktion: Bei einer symptomatischen Unterzuckerung zwei schnelle BE (Broteinheiten gleich 12 Gramm Kohlenhydraten) geben, zum Beispiel vier Plättchen Dextro-Energen oder ein Glas zuckerhaltige Limonade. Dann den Blutzucker messen und den Arzt informieren, um die Diabetes-Behandlung anzupassen.

Für Angehörige wichtig: Bei einer schweren Unterzuckerung (Koma) Atemwege sichern, den Kranken in eine stabile Seitenlage bringen, den Notarzt verständigen.

Die Ursachen für Überzuckerung (über 250 mg/dl): zu wenig Insulin, zu viele Kohlenhydrate, zu wenig Bewegung, fieberhafte Infekte, Entzündungen, andere Medikamente wie Cortison. Symptome unter anderem: Müdigkeit, schlechte Wundheilung, häufiges Wasserlassen, Durst, Sehstörungen, Mundtrockenheit, Wadenkrämpfe, Acetongeruch in Atemluft, Benommenheit, Bewusstlosigkeit. Maßnahmen: körperliche Anstrengung vermeiden, nichts essen, viel Wasser trinken, wenn möglich, Blutzuckerkorrektur mit kurzwirksamen Insulinen durchführen. Für Angehörige: Den Kranken nicht einschlafen lassen, bei Bewusstlosigkeit den Notarzt rufen.

Bärbel Lückings Tipps für Diabetiker im Alltagsleben: Immer Traubenzucker in der Tasche oder beim Autofahren Apfelsaft in Greifweite.

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