BöSEL/DIPPOLDISWALDE - Umrahmt von den Sehenswürdigkeiten des historischen Stadtkerns mit Rathaus, Schloss und der Stadtkirche feierten die „Dippser“ jetzt auf dem Markt ihr Stadtfest. Auch in den Gassen und Nebenstraßen wurde drei Tage lang mit einem vielfältigen Programm gefeiert. Mit dabei war auch eine 14-köpfige Delegation aus Bösel.
Bösel unterhält seit 1990 mit der 22 Kilometer südlich der sächsischen Landeshauptstadt Dresden liegenden Stadt eine kommunale Partnerschaft. Die Böseler nahmen auch an einer Festsitzung des Stadtrates teil, in der der ehemalige Bürgermeister Horst Bellmann die höchste Auszeichnung verliehen, die Dipps zu vergeben hat. Bürgermeister Ralf Kerndt ernannte ihn in Anerkennung und Würdigung seiner 23-jährigen Amtszeit als Bürgermeister der Gemeinde Reichstädt und der Stadt Dippoldiswalde zum Ehrenbürger.
Bösels Bürgermeister Hermann Block und sein Stellvertreter Reinhard Lanfer würdigten die Verdienste Bellmanns. Bellmann sei in seiner Amtszeit von 1994 bis zu seiner Pensionierung 2004 ein Fürsprecher und Förderer der Städtepartnerschaft mit Dipps gewesen und habe ein gutes Fundament für eine lebendige Partnerschaft aufgebaut.
Die beiden Böseler Repräsentanten überreichten dem (Un-)Ruheständler für ein Erholungswochenende in Bösel einen Gutschein.
Bellmann betonte in seiner Dankesrede, er sei immer gerne in Bösel gewesen. Ohne den persönlichen Kontakt zu den Menschen könne eine Partnerschaft nicht ausgefüllt werden.
Nach der Feierstunde und der offiziellen Eröffnung des Stadtfestes fand ein Empfang der Böseler Reisegruppe mit einem gemeinsamen Abendessen statt. Der 1. Vorsitzender des Böseler Tennisvereins, Frank Holubek, nutze die Gelegenheit zu ersten Gesprächen mit dem Dippser Tennisvereins. Weitere Kontakte sind geplant.
Die historische Altstadt von Dresden war das Ziel einer Halbtagesfahrt. Der Stadtrundgang führte entlang des Dresdner Zwingers, der Semperoper, der Katholischen Hofkirche, des Dresdner Residenzschlosses sowie des Fürstenzuges und endete auf der Brühlschen Terrasse mit Blick auf die Dresdner Neustadt.
Ein Traum ging für viele Böseler in Erfüllung, als sich die Warteschlangen vor der Frauenkirche lichteten und ausreichend Zeit verblieb, in der mit 180 Millionen Euro Spendengeldern wieder aufgebauten Frauenkirche zu verweilen. Mit diesen unvergesslichen Eindrücken kehrte die Delegation nach Dipps zurück und genoss das Bühnenprogramm auf dem Stadtfest.
Der abschließende Tag stand im Zeichen einer Erlebnisrundfahrt mit einem 1956 erstmals zugelassenen Oldtimerbus durch Dipps, das mit rund 10 000 Einwohnern die kleinste Kreisstadt Sachsens ist. Die Reise wurde vom "Dippold", der den Namensgeber der Stadt verkörpert, begleitet. Ein Gegenbesuch ist zu den Euro-Musiktagen in Bösel im September geplant.
