BöSEL - 116 Menschen allen Alters trafen sich am Wochenende auf einem Hof in Bösel. Kennen taten sie sich nicht alle untereinander, doch eines hatten sie gemeinsam: Sie alle sind irgendwie miteinander verwandt und bilden eine große Familie. Zum ersten Mal hatte Ludger Preuth aus Bösel fünf Generationen zum ersten Sippentreffen des „Nemann-Clans“ eingeladen.

Zurück geht die Familiengeschichte bis ins 19. Jahrhundert. Bernhard Nemann, geboren am 25. Februar 1866, heiratete die Lehrertochter Elisabeth Geese, geboren am 25. August 1879. Beide wohnten in dem kleinen Dorf Rechterfeld im Landkreis Vechta. Sie bildeten die erste Generation des „Nemann-Clans“. Ihre Ehe war mit zwölf Kindern reich gesegnet. In der Folge entstanden große Familienzweige.

Eine Tochter der ersten Generation, Hedwig Preuth, geborene Nemann, ist die Mutter von Ludger Preuth, der heute in Bösel lebt: „Wir bilden die dritte Generation und wollten mit diesem Treffen einmal unsere ganze Familie zusammenführen“.

Um 11 Uhr ging am Sonnabend der Trubel auf dem Hof der Familie Preuth los. Über hundert Menschen aus Bösel, Friesoythe, Garrel, Telgte, Rechterfeld, Damme, Havixbeck und vielen anderen Orten kamen zusammen, um sich kennenzulernen. Bei Gegrilltem, Kaffee und Kuchen und Kaltgetränken wurden alte Familiengeschichten ausgetauscht: „Der große Aufwand hat sich sehr gelohnt. Es war ein schönes Fest“, berichtet Maria Preuth.

Schon im Januar haben sich die Familien Preuth, Neugebauer, Krupiak und Krake zusammengesetzt und das Sippentreffen geplant. „Wir haben uns schon alle fünf Jahre zu einem Vettern- und Cousinentreffen verabredet. Nun wollten wir einfach mal alle dabei haben“, merkt Maria Preuth an.

Die Altersspanne war enorm. Die jüngste Teilnehmerin war ein Jahr alt, die älteste in den fünf Generationen 92 Jahre alt. Familienmitglieder mit weiter Anreise konnten auf dem Hof der Familie Preuth übernachten. Sie konnten dort zudem an ihrem Stammbaum arbeiten.

Heiner Elsen
Heiner Elsen Redaktion Münsterland