BöSEL - Die neue Halle soll auch für kulturelle Veranstaltungen offen stehen. Eine Arbeitsgruppe soll den Ausbau der Tagesbetreuung von Kindern in der Gemeinde Bösel steuern.
Von Thomas Neunaber
BÖSEL - Lange hatten Sportvereine und Schulen darauf gewartet, seit Mittwochabend scheint nach jahrelangem Ringen um eine neue Sporthalle in Bösel ein Happy-End in Sicht: Einstimmig empfahlen die Mitglieder des Ausschusses für Jugend, Kultur, Sport und Familie den Bau einer 2,61 Millionen Euro teuren so genannten Zweifeld-Sporthalle am Standort Jahnstraße/Görlitzer Weg.Architekt Reinhold Engelmann stellte im Ausschuss die geänderte Planung vor, die eine Mehrfachnutzung sowohl für Sport als auch für kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte oder Theater vorsieht. Um die Organisation der kulturellen Veranstaltungen in der Halle soll sich ein neu zu gründender Förderverein kümmern. Zur Änderungsplanung gehört auch die Einrichtung eines 80 Quadratmeter großer Schulungsraums. Der Hallenbau wird mit Mitteln des Landes und des Landkreises bezuschusst. Die Gemeinde müsste nach derzeitigem Stand rund 871000 Euro der veranschlagten Baukosten selbst tragen. Nun muss nur noch der Rat auf seiner Sitzung am 25. April grünes Licht für das Vorhaben geben, damit der Hallenbau schnellstmöglich realisiert wird.
Auch mit dem Ausbau der Kinderbetreuung soll es in der Gemeinde vorangehen. So soll mit Zustimmung des Ausschusses eine Arbeitsgruppe aus Vertretern von Kindergärten, Schulen, Parteien und Kirche beraten, wie der Betreuungsbedarf in der Gemeinde räumlich und organisatorisch umgesetzt werden kann. „Wir wollen sicherstellen, dass bis zum Stichtag 1. Oktober 2010 jede berufstätige Mutter oder jeder berufstätiger Vater aus dem Gemeindegebiet Bösel sein Kind zur Betreuung abgeben kann“, so Bürgermeister Hermann Block. Dabei soll das Krippenangebot nicht teurer werden als eine vergleichbare Betreuung des Kindes durch eine Tagesmutter. Jeder geschaffene Krippenplatz wird vom Landkreis Cloppenburg zudem bezuschusst.
Bei einer Befragung durch den Landkreis Cloppenburg Ende 2006 hatten in Bösel von 92 Erziehungsberechtigten 42 Eltern angegeben, dass sie für ihr dreijähriges Kind und älter halbtags einen Kindergartenplatz in Anspruch nehmen wollen. 34 Eltern hatten keinen Betreuungsbedarf.
