BöSEL - Rekordbeteiligung und Kritik bei der Hubertusjagd. „Bei der Hubertusjagd waren in diesem Jahr so viele dabei wie nie zuvor“, sagte der stellvertretende Hegeringsleiter Jürgen Aumüller erfreut. Er war für die Veranstaltung des Hegerings Bösel verantwortlich. Aumüller nutzte die Hubertusjagd allerdings auch für kritische Worte: „Die Jagd ist nur ein geringer Teil im Laufe des Jahres für die Jäger. Viel Zeit wird auch zum Beispiel auf das Anpflanzen von Hegebüschen verwendet – und das auf eigene Kosten“, sagt Jürgen Aumüller. Er und seine Jagdkameraden hoffen daher darauf, dass die Jagdsteuer abgeschafft wird. Sie wird noch von einigen Landkreisen erhoben, so auch vom Kreis Cloppenburg.
Die Böseler Waidmänner führen die Hubertusjagd jeweils am Sonnabend nach dem dritten November durch. Am 3. November wird nämlich Hubertus – der Schutzpatron der Jäger – gefeiert. „Mit dieser Veranstaltung wollen wir auch die Gemeinschaft in und unter den Revieren fördern“, erklärte Aumüller.
Die Teilnehmer an der Hubertusjagd trafen sich an der Florianhütte. Die Jagd wurde durch die Bläsergruppe des Hegerings angeblasen. Dann ging es in die 18 Reviere mit einer Gesamtfläche von etwa 9000 Hektar.
Mit dabei waren auch die fünf neuen Hegeringsmitglieder Franz Adam, Josef Tangemann, Thomas Willer, Maike Müller und Hans Nording. Abends trafen sich dann alle bei der Florianhütte wieder. Die Strecke wurde symbolisch vom Revier Glaßdorf verlegt, darunter war auch ein erlegter Fuchs. Die Strecke wurde von der Bläsergruppe verblasen. Zum Schüsseltreiben ließen sich die Jäger die Erbsensuppe, die die DRK-Bereitschaft Bösel gekocht hatte, schmecken.
„Der Fasanenbestand ist deutlich eingebrochen, dafür ist der Hasenbestand größer geworden“, war das Resümee am Abend.
