BöSEL - Seit zehn Jahren gibt es nun den „Eine-Weltladen“ in Bösel. Das „Eine-Weltladen“-Team der Katholischen Frauengemeinschaft Bösel (KFD) wird aus diesem Anlass am Sonntag, 26. Oktober, das Hochamt um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Cäcilia Gemeinde mitgestalten. Anschließend wird vor der Kirche Schokolade aus der so genannten Dritten Welt verkauft. Im Anschluss wollen die Mitglieder im internen Kreis zusammen mit ihren Familien die Zeit ein wenig Revue passieren lassen.

In den kommenden Tagen werden in den Kundenhallen der LzO und der Volksbank Stellwände von den Mitgliedern aufgestellt, die auf die zehn Jahre zurück blicken.

Dass es den „Eine-Weltladen“ in Bösel gibt, ist einem Basistreffen der KFD in Mainz zu verdanken. An diesem Treffen nahmen 1998 Agnes Leser und Mechthild Eilers aus Bösel teil. Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung ging es um den fairen Handel, die Kritik an Kinderarbeit und saubere Textilien. Bei den beiden Teilnehmerinnen kam schnell die Idee auf, sich dafür auch in Bösel einzusetzen. Nach der Rückkehr wurden andere Frauen darauf angesprochen und im Herbst 1998 wurde die Idee in die Tat umgesetzt.

Die Pfarrgemeinde stellte einen Raum im Pfarrheim zur Verfügung und in Eigenleistung wurde der „Eine-Weltladen“ eingerichtet und konnte seine Pforten öffnen. Vor drei Jahren folgte dann der Umzug in die Fladderburger Straße, wo der „Eine-Weltladen“ nun in den Räumlichkeiten der Öffentlichen Katholischen Bücherei beheimatet ist. Die Öffnungszeiten sind denen der Bücherei angepasst: sonntags von 11 bis 12 und mittwochs von 15 bis 16.30 Uhr.

Vielfältig ist das Warensortiment, das die Frauen in dem „Eine-Weltladen“ anbieten. Es reicht von Kaffee, Tee, Kakao, Schokolade, Schulbedarf, Geschenkartikel und vieles mehr. Dabei handelt es sich um Produkte aus der „Einen Welt“.

Dem „Eine Weltteam“ gehören heute etwa 20 Frauen an. Neben des „Eine Weltladens“ machen die Frauen auch mit vielen Aktionen im Laufe des Jahres auf sich aufmerksam. So ist die „Suppenküche“ am Misereorsonntag zu einer festen Einrichtung in der Gemeinde geworden. Es wird dann gegen eine Spende ein Essen nach dem Rezept aus der „dritten Welt“ angeboten. Auch bei Elternsprechtagen in den Schulen, bei Aktionen im Kindergarten oder beim Weihnachtsmarkt sind sie vertreten. Mit den Erlösen aus dem Laden und den Aktionen unterstützen die Frauen Kinderhilfsprojekte in Honduras von Kaplan Thomas Drees aus Emstekerfeld.