BöSEL - „Wir wollen die alten Obstsorten von früher erhalten“, waren sich vor gut zehn Jahren die Vorstandsmitglieder des Bezirks Nord vom Böseler Heimatverein einig. So reifte die Idee, eine Streuobstwiese anzulegen.
Heinrich Looschen stellte am Sandkerweg ein entsprechendes Grundstück zur Verfügung und so konnten mehr als 40 Obstbäume – vom Apfel-, Birnen- bis zum Pflaumenbaum – gepflanzt werden.
Das Besondere daran: Gegen einen Obolus konnte man die Baumpatenschaft übernehmen. Zweimal im Jahr treffen sich die Baumpaten, einmal im Frühjahr und dann im Herbst zu einem Erntefest. Damit waren auch gleich zwei Ziele erreicht: der Erhalt der alten Obstsorten und die Pflege der Gemeinschaft.
Nun war es wieder an der Zeit zum Erntefest. Hierzu konnte „Streuobstwiesenchef“ Hermann Runden die Baumpaten und einige Mitglieder des Bezirks begrüßen. Urkunden gab es für zwei neue Baumpaten. Ute Berger und Bürgermeister Hermann Block haben die Patenschaft für jeweils einen Obstbaum übernommen.
Nach einer Kaffeetafel – natürlich mit leckerem frischen Apfelkuchen – war Theo Gelhaus gefragt. Die geernteten Äpfel von der Streuobstwiese wurden wie zu alten Zeiten gepresst – verstärkt mit Äpfeln aus den eigenen Gärten. Der leckere frisch gepresste Apfelsaft wurde dann verkostet. Nach der Entrichtung der „Jahrespflegegebühr“ war dann ein gemütliches Beisammensein angesagt.
