BöSEL/PETERSDORF - Am 2. und 3. Wochenende im Juli finden die Schützenfeste statt. Die Regentschaft der Königspaare endet.
Von Wilfried Leser
BÖSEL/PETERSDORF - Alles geht einmal zu Ende, so auch die Regentenzeit der Schützenkönigspaare. Am 2. und 3. Wochenende im Juli finden in Bösel und Petersdorf die Schützenfeste statt, die Nachfolger besteigen dann den Thron. Für die Königspaare in Bösel und Petersdorf endet die „schöne Regierungszeit“.Schon immer war es der Wunsch von Eduard Kolano von der 7. Kompanie des Bürgerschützenvereins in Bösel, einmal König zu werden. Im Vorjahr standen da die Chancen für den 68-Jährigen nicht schlecht, denn nach den Statuten des Vereins durfte der König in dem Jahr nicht jünger als 50 Jahre alt sein. „Geh’ hin, mach das Beste daraus“, ermunterte ihn Ehefrau Cäcilia, als er sich auf dem Weg zum Königschießen machte. 18 Ringe legte er vor, keiner übertraf ihn. Ehefrau Cäcilia konnte das alles dann noch nicht so richtig glauben. Abends wurde dann mit der 7. Kompanie und den Vorständen gefeiert. „Das war schon ein bewegendes Erlebnis“, blicken beide gerne zurück. Ein wenig Angst vor dem Fest hatten die beiden schon. „Ob die Böseler uns als Königspaar annehmen, obwohl wir erst zehn Jahre hier wohnen“, so ihre bange Frage. Doch die Frage beantworteten die Böseler mit einem klaren „Ja“, sie feierten ihr Königspaar. „Königsball und Schützenball waren ein voller Erfolg“, so beide. „Die Leute
haben uns sehr ins Herz geschlossen, dafür sind wir sehr dankbar“, so das Königspaar weiter. Oft werden sie im Ort angesprochen und nach dem „königlichen Wohlbefinden“ befragt. Und noch während ihrer Amtszeit schwelgen sie in Erinnerungen: Das Video vom Schützenfest und die Fotos gehören zum abendlichen Programm. Und wenn es noch einmal möglich wäre, dann würde noch einmal das Schützenvolk regieren wollen.
Anders sehen es Agnes und Harald Busken, das amtierende Königspaar der Petersdorfer St.-Franziskus-Bruderschaft. Sie können sich eine nochmalige Regentschaft nicht vorstellen. „Diese Zeit ist sehr schön gewesen, aber sie ist einmalig“, sind sich beide einig. Bei einer Wiederholung sei die Spannung weg. Auch Harald Busken hatte schon immer den Wunsch, einmal Schützenkönig zu sein. Als feststand, dass ihm die Königswürde nicht mehr zu nehmen war, rief er gleich seine Ehefrau an. Sie hatte dann nämlich einiges zu organisieren, denn beide besitzen ein Mietwagenunternehmen. „Ehefrau Agnes freute sich, der Königsball war ein unvergesslicher Abend. Skepsis kam bei den drei Kindern auf, die befürchteten, das Fest nicht so richtig mitfeiern zu können. Doch sie wurden eines Besseren belehrt, es sei bisher ihr schönstes Schützenfest gewesen. Gerne denken Agnes und Harald an die Zeit zwischen Königschießen und Schützenfest zurück. „Hier müssen wir besonders der ersten Kompanie einen Dank
aussprechen, die uns tatkräftig unterstützt hat“, so beide. Gerne danken beide an die Proklamation und den Ball zurück. „Es war ein unvergesslicher Abend.“
Der Nachfolger von Harald Busken wird am 25. Juni, der Nachfolger von Eduard Kolano am 3. Juli ermittelt.
