BöSEL - Viel vorgenommen hat sich die Borsla-Vereinigung für niederdeutsche Sprache und Literatur. Jetzt soll ein Wörterbuch mit plattdeutschen Worten und Begriffen erstellt werden, die typisch für Bösel sind. Hierfür wurde ein Arbeitskreis gebildet, der nun zum zweiten Mal tagte und über das Vorhaben beriet.
Dem Arbeitskreis gehören Prof. Dr. Hermann Gelhaus, Hans Fennen, Reinhard Lanfer, Dr. Theo Oltmann, Franz Schwalm und Dr. Josef Willer an. Zum Sprecher des Arbeitskreises wurde einstimmig Franz Schwalm gewählt.
Die Idee für das Vorhaben stammt von Franz Schwalm. Ein Heft aus dem Landkreis Vechta, in dem plattdeutsche Worte aus der dortigen Region festgehalten sind, brachte ihn auf die Idee. Seit Jahren schön hält er plattdeutsche Wörter fest, die vorrangig in Bösel gesprochen werden. „Das plattdeutsche Jahr in Bösel hat mir nun Mut gegeben, das Projekt in Angriff zu nehmen“, sagt Franz Schwalm.
Der Arbeitskreis ist daraufhin gegründet worden. Das Böseler Platt soll erhalten bleiben. Immer mehr Worte gehen verloren, deshalb sehe man die Aufgabe, die Sprache zu erhalten. „Wir wollen das Böseler Platt konservieren, aufschreiben und an die jüngere Generation weitergeben“, erklärt Prof. Dr. Hermann Gelhaus. So soll ein kleines Wörterbuch entstehen. Es ist aber auch daran gedacht worden, die Worte zusätzlich auf CD oder Kassette festzuhalten, um so auch die zutreffende Aussprache weiterzugeben.
Oft herrsche das Vorurteil, dass der Wortschatz der plattdeutschen Sprache nur begrenzten Umfang habe. „Wir wollen zeigen, dass das nicht der Fall ist“, so Gelhaus. „Auf uns wartet viel Arbeit, wir stehen erst am Anfang“, sind sich die Mitglieder einig. „Wir sind auch auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen“, sagt Reinhard Lanfer.
Jeder, der typische Böseler Worte, Begriffe und Redewendungen auf Platt kennt, kann diese an Franz Schwalm, Telefon 04494/914058 oder franz.schwalm@t-online.de weitergeben.
@ Ein Spezial gibt es unter
