BöSEL - Die Gemeinde Bösel stellt ihre Spielplätze auf den Prüfstand. Gemäß Beschluss des zuständigen Fachausschusses am Dienstagabend im Böseler Rathaus wurde an die Verwaltung der Auftrag erteilt, zu prüfen, inwieweit die Spielplätze notwendig sind und bedarfsgerecht gestaltet sind. Hintergrund ist die Diskussion, die Möglichkeit zu prüfen, ob einige Spielplätze verkleinert werden können, um aus den freiwerdenden Flächen Wohnbauplätze zu gewinnen. „In finanzieller Hinsicht könnten wir aus einem Spielplatz einen Sportplatz machen“, schlug Thomas Butz (CDU) vor: Das Geld vom Verkauf der Wohnbauflächen könnte für die Finanzierung neuer Sportplätze in Bösel eingesetzt werden. CDU-Fraktionschef Heiko Thoben mahnte zur Vorsicht, schließlich sei ein Rückbau nicht umkehrbar.
Als Beispiel für einen sehr großen Spielplatz wurde der an der Südkamper Höhe genannt. Diesen hatten die Ratsmitglieder jüngst besichtigt. Salah Moussa und Holger Meister vom Bündnis Bösel sprachen sich am Dienstagabend dafür aus, einen Rückbau dieses Spielplatzes in Betracht zu ziehen. Butz betonte: „Keiner spricht hier von Schließen, aber der Bedarf an Wohnbauplätzen ist da.“
Das bestätigte auch Bauamtsleiter Hermann Walter in der Sitzung: Er ist sich sicher, dass die Gemeinde eher die Qual der Wahl bei der Auswahl eines Käufers hätte und keinesfalls auf den Grundstücken sitzen bleiben würde.
