BöSEL - Bis heute Abend bleiben die Namen geheim. Die SPD könnte sich auch eine Unterstützung eines CDU-Kandidaten vorstellen.

von thomas haselier

BÖSEL - In die entscheidende Phase tritt heute Abend im Böseler Heimathaus die Kandidatenkür für das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters von Bösel. Ab 19.30 Uhr tagt die örtliche CDU. Wesentlicher Programmpunkt: Die Vorstellung von drei Bewerbern, aus denen die Partei einen auswählen will, wer als Kandidat der CDU am 12. März nächsten Jahres in das Rennen geschickt werden soll.

CDU-Vorsitzender Johannes Nording als Chef der dreiköpfigen Findungskommission, die für einen Vorauswahl bei den Bewerbern gesorgt hatte, bleibt auch jetzt noch bei seiner Zurückhaltung mit Namen und Daten: „Wir wollen nicht mit Nennung der Namen die Auswahl vor der Versammlung beeinflussen, es könnte sonst ,Nebenrecherchen‘ geben, die nichts bringen“, begründete Nording gestern die strikte Geheimhaltung, die auch mit den Bewerbern vereinbart worden sei.

Die Position der anderen im Rat vertretenen Parteien ist noch offen. Für die FDP erklärte Martin Meinerling gestern gegenüber der NWZ , man wolle erst in der Partei beraten, um dann gegebenenfalls über einen eigenen Kandidaten zu entscheiden. Johannes Preuth (SPD) sagte: „Wir werden wohl keinen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken.“ Die SPD wolle erst einmal sehen, wen die CDU als ihren Kandidaten auswähle. Dieser habe selbstverständlich auch die Gelegenheit, sich der SPD vorzustellen. Es sei durchaus denkbar, wenn Person und Programm stimmten, ihn auch von Seiten der SPD zu unterstützen, „das sehen wir ganz pragmatisch“, so Preuth.

Indes: Ein Selbstläufer zum Bürgermeisteramt scheint die Nominierung des CDU-Kandidaten nicht zu werden. Denn mit dem parteilosen Martin Brinkmann wirft auch ein Böseler den Hut in den Ring. „Es ist ja nicht so, dass die CDU den Bürgermeister wählt, sondern die Bürger“, sagte Brinkmann, der sich selbst gute Chancen bei der Wahl ausrechnet.