Bösel - Auf Initiative des Bündnisses Bösel hatte der Gemeinderat entschieden, einen Beauftragten für Menschen mit Behinderung zu wählen. Dieser soll mit beratender Stimme im Ausschuss für Jugend, Kultur, Sport und Familie sowie bei Bedarf in anderen Ausschüssen sitzen, um die Belange behinderter Menschen zu vertreten. Zu einer Informationsveranstaltung im Gasthof Sommer konnten nun Bürgermeister Hermann Block und Sachbearbeiter Josef Runden Vertreter von Vereinen und interessierte Einzelpersonen begrüßen. Gekommen war auch Boris Güntel. Er ist Mitglied im Beirat für Menschen mit Behinderung in der Stadt Cloppenburg und im Kreis Cloppenburg. Güntel stellte die Aufgaben des Beauftragten vor.

„Er soll Sprecher der betroffenen Bürger in der Gemeinde sein“, so Güntel. Er solle sowohl Ansprechpartner für die Menschen mit Behinderung als auch für die Gemeinde sein. „Der Beauftragte soll mit offenen Augen durch die Gemeinde gehen und dabei auch auf Barrierefreiheit achten“, so Güntel. Hindernisse wie zum Beispiel hohe Bordsteinkanten, in der Pflasterung oder fehlende Behindertenparkplätze sollen aufgelistet werden. Auch die Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden oder die Toilettenfrage seien wichtig.

Eine enge Zusammenarbeit mit der Verwaltung und den Therapeuten sei wichtig, hier müsse ein Netzwerk gebildet werden.

Die aufgelisteten Mängel sollten dann nach einer Dringlichkeitsfolge sortiert werden. „Hier müssen wir bedenken, dass nicht alles gleich umsetzbar ist“, sagt Güntel. Hier gehe es nur „step by step“. „Da müssen Gemeinde und Beauftragte Hand in Hand arbeiten“.

„Ich gratuliere der Gemeinde Bösel zu dem Entschluss, einen Beauftragten für Menschen mit Behinderung zu berufen“, freute sich Güntel. In Bösel lasse sich sicher vieles auf dem „kleinen Dienstweg“ machen.

„Wer etwas will, der findet Wege, das Ziel ist am Ende wichtig“, ermutigte Güntel die Zuhörer.

Reinhold Gehlenborg aus Bösel erklärte sich bereit, die Aufgabe des Beauftragten für Menschen mit Behinderung zu übernehmen. Das Amt der stellvertretenden Beauftragten für Menschen mit Behinderung würde gerne Kerstin Timmermann übernehmen. Beide müssen allerdings noch offiziell ernannt werden.

Güntel sicherte ihnen und auch der Gemeinde Bösel jederzeit Unterstützung vom Kreisbeirat zu.