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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Brake

Mückenspray und Starterkabel nicht vergessen

06.06.2019

Brake Im April 2014 saß Michaela Kurz in der Braker Redaktion der Nordwest-Zeitung und erzählte von ihrem Vorhaben: Zusammen mit ihrer Freundin Sina Jahnke wollte die damals 24-Jährige die „nördlichste Rallye Europas“ fahren: den Baltic Sea Circle. Mindestens 7500 Kilometer um die Ostsee, Lofoten, Nordkap und Russland inklusive. Eine Entscheidung, die drei Jahre später noch Nachwirkungen zeigt.

Michaela, wusstest du, dass du an meiner Rallye-Teilnahme Schuld bist?

Nein, das wusste ich nicht. Weil du damals über mich berichtet hast?

Genau. Da entstand auch bei mir die Idee, die Rallye zu fahren. Und dieses Jahr ist es endlich soweit. Wird es sich lohnen?

Für die NWZ-Weihnachtsaktion bis zum Nordkap

Der Baltic Sea Circle startet am Samstag, 15. Juni, in Hamburg. Die mehr als 200 Teams kommen hier auch am Sonntag, 30. Juni, wieder an. Insgesamt werden mehr als 7500 Kilometer durch Skandinavien und das Baltikum zurückgelegt. Nördlichstes Ziel ist das Nordkap.

Alle Teilnehmer verpflichten sich, für den guten Zweck zu sammeln.

Das Team „Dompfaff & Strandläufer“, zu dem auch Claus Hock gehört, sammelt für die NWZ-Weihnachtsaktion und die Bahnhofsmission Magdeburg.

Mehr Infos zur Rallye sowie ab 15. Juni tägliche Updates im NWZ-Spezial unter:

    www.nwzonline.de/balticseacircle

Auf jeden Fall! Es ist ein Abenteuer und es gibt so viele tolle Eindrücke in so kurzer Zeit. Am Ende, nach den 16 Tagen, waren Sina und ich wirklich komplett raus aus dem Alltag. Die Rallye ist eine Welt für sich. Man trifft unterwegs immer wieder auf andere Teams, Einheimische und tolle Menschen. Ihr werdet garantiert jede Menge Spaß haben!

Zu den Voraussetzungen gehört ja, dass das Rallye-Auto mindestens 20 Jahre alt sein muss. Ihr ward mit einem Volvo unterwegs, hat das alles geklappt?

Nicht alles, nein. Kurz vor den Lofoten hatten wir einen Ausfall. Die Batterie hat gestreikt und wir sind im strömenden Regen mitten im Nirgendwo liegen geblieben. Mit Hilfe eines anderen Teams und eines Überbrückungskabels haben wir dann noch ein paar Kilometer geschafft. Eine Werkstatt war nicht in Sicht, das sind da ganz andere Entfernungen als hier in Deutschland. Mitten vor einer Auffahrt war dann endgültig Schluss.

Und dann?

Wir hatten Glück, die Auffahrt gehörte zum Haus eines Kfz-Mechanikers. Das war schon süß: Seine Frau hat uns und die drei anderen Teams, die mit uns unterwegs waren, versorgt, während er eine Batterie verbaut hat, die er zum Glück noch Zuhause hatte. Als er hörte, warum wir unterwegs sind, hat er uns die Batterie geschenkt. Das wollten wir nicht einfach so annehmen und haben ihm und seiner Frau dafür eine Flasche Rum geschenkt. Das war schon eine schöne Rallye-Geschichte.

Apropos Rum: Wie habt ihr euch eigentlich versorgt?

Wir hatten so typisches Campingfutter mit. Abends, meist trifft man immer mindestens ein anderes Team, gab es fast immer ein Lagerfeuer. Dafür haben wir dann frisch vor Ort zum Beispiel Fleisch gekauft.

Ich fahre ja die Alternativroute durch Finnland. Hätte ich lieber Russland wählen sollen?

Ja! Wir waren im Nachhinein ziemlich froh, dass wir durch Russland gefahren sind. Da haben wir einen der schönsten Übernachtungsorte gefunden. Für das Foto gab es sogar einen Preis von der Rallye-Leitung. Aber Finnland ist sicher auch toll.

Wo wir gerade bei Übernachtungen sind: Im Auto habt ihr wahrscheinlich nicht geschlafen, oder?

Nein, meistens haben wir gezeltet. Entweder irgendwo an einem See oder auf einem Campingplatz. Nur zwischendurch haben wir uns mal ein Zimmer gemietet, einmal in Russland. Das war in St. Petersburg, da haben wir uns nicht getraut, unser Lager einfach am Wegesrand aufzuschlagen. Eine Dusche und ein ordentliches Bett sind zwischendurch auch nicht zu verachten.

Was sollte ich unbedingt mit auf die Rallye nehmen?

Mückenspray! Gutes Mückenspray! Das war wirklich sehr nervig. Und nicht zu wenige Sommerklamotten. Wir haben bei der Planung immer nur ans Nordkap und an kühles Wetter gedacht – und hatten zu wenige Sachen für wärmeres Wetter mit. Deshalb sind wir in St. Petersburg tatsächlich Klamotten shoppen gegangen.

Noch was?

Starterkabel! Das kann nie schaden!

Auf was kann ich deiner Meinung nach getrost verzichten?

Zu viel Dosenfutter und zu viel Kram. Wir haben gemerkt, dass wir vieles mit hatten, was wir gar nicht wirklich brauchten. Aber nimm Kaffeelöffel mit, die haben wir nämlich vergessen!

Bleibt eigentlich Zeit für Sightseeing?

Richtiges Sightseeing haben wir nicht gemacht. Man fährt Auto, das ist der Hauptteil des Tages. Lass dich nicht stressen, lass einfach alles auf dich zukommen. Lieber eine Sache weniger machen und dafür einen besonders schönen Teil länger genießen können.

Wie war das Gefühl nach den 16 Tagen eigentlich?

Es war schon irgendwie komisch. Man hatte so eine intensive, schöne Zeit – und dann ist es plötzlich vorbei. Ich habe tatsächlich etwas gebraucht, bis ich wieder im Alltag angekommen bin und alles verarbeitet hatte. Kannst ja Bescheid sagen, wie es dir danach geht

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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