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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Brake

Ausgedient, aber längst nicht schrottreif

26.06.2018

Brake Zig Patienten haben in diesen Betten schon gelegen, gelitten und sind hoffentlich schnell genesen. Tausende Male wurden die Mechanismen bereits bedient: Kopfteil rauf, Kopfteil runter, das gesamte Bett ein bisschen höher und dann wieder tiefer. Rund 30 Jahre haben die weiß lackierten Betten aus dem St.- Bernhard-Hospital auf dem Rost und haben damit nun ausgedient.  

Große Bedürftigkeit

Das heißt aber nicht, dass die Betten nicht mehr funktionsfähig wären und auf den Schrott gehören. Das dachte zumindest Yvonne Hohn aus dem Sekretariat des Krankenhauses: „Es wäre schade darum gewesen. Ich bin grundsätzlich darauf bedacht, brauchbare Sachen auch weiter zu verwerten.“ Also recherchierte Yvonne Hohn ein wenig und führte einige Telefonate. Am Ende hatte sie den Kontakt zum Malteser Hilfsdienst hergestellt. Und dort weiß man: Es gibt Länder, in denen die Bedürftigkeit so groß ist, dass solche ausgedienten Krankenhausbetten ein Segen sind. „Die Betten werden jetzt erst eingelagert und gehen dann nach Weißrussland und Litauen“, erklärte Bernhard Serwuschok von den Maltesern, während er zusammen mit Werner Büscherhoff das letzte Bett für diesen Tag auf einen Lastwagen hievt. Einen weiteren Lastwagen haben die beiden Männer schon beladen, zwei weitere folgen noch.

Mit Nachtschrank

48 Betten holen die Malteser in Brake ab. Die dazugehörigen Nachtschränkchen, Triangelgriffe, die über den Betten baumeln, und Matratzen werden ebenfalls mitgenommen – letztere „sind natürlich noch keine 30 Jahre alt“, versichert Yvonne Hohn.

kommentar

Nur

Gewinner

Bei dieser Aktion gibt es nur Gewinner: Da sind die Patienten im Braker Krankenhaus, die sich über neue Betten freuen können, weil sie diese über ein Bedienelement elektronisch steuern können – ganz nach Belieben und Bequemlichkeit. Da gibt es das Pflegepersonal, für das diese elektronische Steuerung der Betten eine deutliche Arbeitserleichterung darstellt. Und da gibt es die Einrichtungen in Litauen und Weißrussland, für die die manuell verstellbaren alten Betten eine Bereicherung sind – einfach, weil sie besser sind als nichts oder das, was ihnen an Ausstattung sonst zur Verfügung steht. Und für das St.-Bernhard-Hospital ist eine Sekretärin ein Gewinn, die sich den Kopf darüber zerbricht, wie man Altes sinnvoll weiterverwenden kann.

Die Autorin erreichen Sie unter

Während die alten Betten aus dem Haus raus rollen, rollen die neuen rein. Und die dürften vor allem beim Pflegepersonal für Freudensprünge sorgen: Die neuen Pflegebetten funktionieren vollautomatisch. Sämtliche Einstellungen können auf elektronischem Wege vorgenommen werden, was eine enorme Erleichterung der Arbeit darstellt. „Die neuen Betten sind auch viel leichter zu schieben“, erklärt Maxi Krahl, im Braker Krankenhaus für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Anja Biewald
Berne/Lemwerder
Redaktion Brake
Tel:
04401 9988 2321

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