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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Brake

Das (fast) gesamte Spektrum der Kardiologie

24.08.2019

Brake Die Kardiologie am Krankenhaus St.-Bernhard-Hospital wird massiv ausgebaut. Zum 1. Oktober wird das Personal und das Leistungsspektrum deutlich ausgeweitet. Zu der bisherigen nicht invasiven Kardiologie (Ultraschalluntersuchungen, Nachsorge und Einstellungen von Schrittmachern) kommt die Invasive Kardiologie (unter anderem mit invasiver Elektrophysiologie) hinzu. Künftig werde somit das nahezu komplette Spektrum in Brake vorgehalten, freut sich Geschäftsführer Ingo Penner.

Und das Krankenhaus lässt sich die Erweiterung einiges Kosten: Für rund 2 Millionen Euro entsteht im Erdgeschoss ein hochmodernes Herzkatheter-Labor mit Überwachungsplätzen und direkter Anbindung an die Notaufnahme. Hinzu kommen Kosten für den „Umzug“ des jetzigen Operationssaals. Insgesamt beziffert Penner die Investition auf rund 2,5 Millionen Euro. Fördermittel gibt es dafür nicht. Allerdings, so blickt der Geschäftsführer in die Zukunft, liefen mittlerweile Gespräche mit dem Sozialministerium, weitere Investitionsvorhaben auch mit Landesmittel unterstützt umzusetzen. In den zurückliegenden Jahren hatte das Krankenhaus keine Landesmittel erhalten, auch, weil das Land mit der Doppelstruktur im Landkreis unzufrieden ist.

Möglich macht die Erweiterung vor allem eine Aufstockung des Personals, allen voran mit einem neuen Chefarzt: Die Leitung der Kardiologie wird (wie bereits berichtet) der in der Helios-Klinik Nordenham freigestellte Mediziner Dr. Andreas Reents übernehmen. Er wird unterstützt von drei Oberärzten (einer davon ebenfalls aus der Helios-Klinik), mehreren Assistenzärzten für die Innere Medizin, von denen ebenfalls welche aus Esenshamm nach Brake wechseln sowie zunächst vier neuen Kräften im so genannten Funktionsdienst. Der bisherige langjährige Chefarzt Jörn Glock werde Ende Oktober in den Ruhestand gehen, bleibe dem Krankenhaus und der Kardiologie aber erhalten, kündigte Geschäftsführer Penner am Freitag an.

Gerade der Aufbau der Elektrophysiologie sei ein Alleinstellungsmerkmal in der Region, betont Maxi Krahl, am St.-Bernhard-Hospital für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig: „Normalerweise hat ein Haus dieser Größe so etwas nicht.“ Penner ist aber sicher, dass das Behandlungsspektrum mit dem neuen Team auf höchstem Niveau angeboten werden kann. Durch die Ausstattung und die Lage im Haus könnten insbesondere auch akute Gefäßverschlüsse zeitnah behandelt werden – und das dank Anwesenheit eines Kardiologen rund um die Uhr. In derartigen Notfällen ist ein Eingriff nach spätestens 30 Minuten vorgesehen und soll in Brake auch „zertifiziert eingehalten werden“, so Penner.

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Investition in die Zukunft

Dr. Andreas Reents genießt in der Branche und bei Patienten einen guten Ruf. Vor seinen drei Jahren an der Helios-Klinik war der 52-jährige Mediziner 22 Jahre in Wilhelmshaven tätig. Bereits jetzt können daher unter Telefon  04401/105201 Termine vereinbart werden. Bis dahin laufe die Kardiologie mit dem jetzigen Angebotsspektrum aber ganz normal weiter, betonte der Ärztliche Direktor des Braker Krankenhauses, Dr. Jan Henrik Herrfurth.

Während der neue Chefarzt und sein Team die Arbeit zum 1. Oktober aufnehmen werden, soll das Herzkatheter-Labor, so Penner, „spätestens zum 1. Dezember“ in Betrieb gehen, wenn möglich auch früher. Zugute kommt dem Krankenhaus, dass bereits der jetzige Operationssaal alle Anforderungen (vor allem hinsichtlich der Reinluftklasse) eines Herzkatheter-Labors erfüllt.

Das St.-Bernhard-Hospital sei mit der Ausweitung der Kardiologie in der Lage die Versorgung der gesamten Wesermarsch sicherzustellen, betont Penner. Auch wenn es mit Esenshamm derzeit eine Doppelstruktur gebe, „sehen wir das Feld künftig bei uns“.

Apropos Esenshamm: Die Gespräche mit Helios über eine Kooperation oder Fusion liegen nach Auskunft des St.-Bernhard-Geschäftsführers „nach wie vor auf Eis“. Sein Haus sei aber stets bereit, auch für die medizinische Versorgung in der nördlichen Wesermarsch einzustehen – nicht mit einem eigenen Klinikstandort, aber mit einem Medizinischen Versorgungszentrum. Soll heißen: Stationäre Behandlung in Brake, ambulante – auch in Verbindung mit niedergelassenen Ärzten – in Esenshamm, inklusive Operationen. So stellt sich der St.-Bernhard-Geschäftsführer eine wirtschaftlich tragfähige Krankenhausversorgung für den ganzen Landkreis vor. Zur Einordnung: In Brake werden jährlich rund 6000 Patienten stationär behandelt, aber 25 000 ambulant. „Brake funktioniert“, so Penner, der dem Haus das wirtschaftliche Risiko Nordenham nicht antun will. Er sieht vor allem auch die Politik in der Pflicht, Sorge zu tragen, dass die Wesermarsch den Anschluss nicht verliert

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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