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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Brake

Wohlfühlen in der letzten Lebensphase

27.01.2018

Brake „Wohnen und Wohlfühlen stehen hier gleichrangig an der Seite von Pflege und medizinischer Versorgung.“ Mit diesem Satz machte Reiner Gollenstede als stellvertretender Vorsitzender des Krankenhaus-Fördervereins deutlich, was die Palliativstation am St.-Bernhard-Hospital besonders macht. Hier sollen unheilbar kranke Menschen in ihren letzten Wochen bestmöglich medizinisch und pflegerisch versorgt werden, sich dabei aber möglichst heimisch fühlen. Das Ziel: Sie sollen schließlich – und das unterscheidet die Station von einem Hospiz – wenn immer möglich im häuslichen Umfeld sterben können. Ein Aufenthaltsraum mit Küche, Sitzecken und eine Dachterrasse, auf die auch ein Pflegebett geschoben werden kann, sollen für ein Umfeld sorgen, dass das Leben in seiner letzten Phase so angenehm wie möglich macht.

Darüber hinaus ist die Station die erste, die komplett im neuen Design gestaltet wurde: grauer Fußboden in Holzoptik, farbig abgesetzte Wände und moderne Einrichtung. Erste Patientenzimmer der Chirurgie ein Stockwerk höher sind entsprechend gestaltet und sollen in Kürze belegt werden. Der erste Bauabschnitt der Gesamtmodernisierung sei damit fertig gestellt, betonte Hospital-Geschäftsführer Ingo Penner. „Jetzt werden wir zügig weitere Zimmer in Angriff nehmen.“ Insgesamt investiere das Krankenhaus fünf Millionen Euro aus Eigenmitteln, Förderung vom Land fließe nicht. Er ist sich sicher, dass eine Palliativstation nicht nur ein Alleinstellungsmerkmal sei, sondern auch „sehr gut zu einem konfessionellen Haus passt“.

Dass das St.-Bernhard-Hospital nicht nur ein katholisches, sondern ein christliches Haus sei, betonte Pfarrer Karl-Heinz Vorwerk. Er segnete die Räumlichkeiten ein, Vertreter der Unterstützer hängten die von ihm geweihten Kreuze in den Zimmern auf.

Mit der Eröffnung werde „die große Lücke der Palliativversorgung in der Wesermarsch geschlossen“, so Reiner Gollenstede. In drei Zimmern mit insgesamt fünf Betten können Menschen künftig gepflegt werden. Zwei Doppelzimmer erlauben es, dass Angehörige mit ihren Liebsten zusammen sein können.

Möglich gemacht hat die Umsetzung der Planung vor allem vielfältiges Engagement. Allein die beiden Braker Lions Clubs haben 18 000 Euro zusammengetragen. „Dieses Projekt ist wirklich nachhaltig und wird viele Jahre an den Einsatz erinnern“, dankte Reiner Gollenstede. „Erst ihre Spenden“, so Ingo Penner, „haben es uns erlaubt, vom Standard abzuweichen.“

Die Förderer, die auf einer Tafel an einer Flurwand verewigt sind, waren es daher auch, die sich als erste ein Bild machen konnten. Bis auch Patienten ab Mai aufgenommen werden, sollen die Umbauarbeiten in angrenzenden Zimmern abgeschlossen und die notwendige Ruhe eingekehrt sein.

Brake sei eine von 60 Palliativstationen niedersachsenweit, berichtete deren Leiterin Christine Wilhelm. Mit 26 stationären Hospizen, 130 ambulanten Hospizdiensten, 44 Netzwerken der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, 520 palliativmedizinisch tätigen Ärzten und 15 000 Ehrenamtlichen bestehe ein großes Netzwerk im Bundesland. „Aber eine Palliativstation alleine kann nicht bestehen“, betonte sie. „Es ist wichtig, mit der häuslichen Versorgung zu beginnen.“ Und dazu sei die Station im Hospital nun eine gute Ergänzung.

Markus Minten
Redaktionsleitung Brake
Redaktion Brake
Tel:
04401 9988 2301

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