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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Brake

Lesung: „Eine unglaubliche Geschichte“

17.11.2016

Brake Heinrich Gerlach dürfte vielen Brakern bekannt sein – viele Jahre lang unterrichtete er am Gymnasium die Fächer Deutsch und Latein. Nationale Bekanntheit erlangte er aber mit seinem Bericht über die Kesselschlacht von Stalingrad.

Schlacht um Stalingrad

Der deutsche Offizier wurde in der Schlacht um Stalingrad schwer verwundet und begann in sowjetischer Gefangenschaft seinen Roman zu schreiben. Die Manuskripte wurden allerdings beschlagnahmt. Nachdem er 1950 aus der Gefangenschaft frei kam, startete Gerlach mehrere Versuche, sich an das Geschriebene zu erinnern und den Roman neu zu schreiben. Zunächst schlugen alle Bemühungen fehl. Erst durch Hypnose, finanziert von der Zeitschrift Quick, gelang es knapp zehn Jahre später, sein Buch zu rekonstruieren. „Die verratene Armee“, so heißt sein Bestseller, der 1957 in Millionenauflage erschienen ist. „Er kritisiert darin die Sinnlosigkeit des Krieges und seine Ausmaße. Gerlach war sogar Gründungsmitglied des Bundes Deutscher Offiziere, der zur Beendigung des Krieges aufrief“, weiß Eleonore Gollenstede. Zusammen mit der Kulturförderung Brake hat die Buchhandlung Gollenstede nun den Literaturwissenschaftler Professor Carsten Gansel aus Göttingen eingeladen. Er fand 2012 bei seiner Recherche im Russischen Staatlichen Militärarchiv die Original-Manuskripte von Gerlach und bekam diese auch ausgehändigt.

Neu-Veröffentlichung

Im Frühjahr diesen Jahres brachte er dann Gerlachs eigentlichen Roman aus der Zeit in Kriegsgefangenschaft „Durchbruch bei Stalingrad“ heraus, der sich in vielen Punkten doch von den Erinnerungen unterscheidet. Versehen hat der Literaturwissenschaftler die Manuskripte mit seinen eigenen Anmerkungen und Details zu den historischen Hintergründen.

Am Mittwoch, 30. November, liest Gansel ab 19 Uhr im Schiffahrtsmuseum der oldenburgischen Unterweser und beantwortet Fragen rund um die „unglaubliche Geschichte, die sich gut lesen lässt“, wie Gollenstede berichtet. Auch über seine Recherche wird er berichten.

Karten für alle Interessierten gibt es ab sofort für 10 Euro im Schiffahrtsmuseum und in der Buchhandlung Gollenstede, Breite Straße 8 und im Famila Center in der Weserstraße.

Gloria Balthazaar Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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