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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Brake

UMFRAGE: Mehr Zivilcourage statt Hilfspolizei

13.01.2005

BRAKE BRAKE - Nach Plänen der niedersächsischen Landesregierung sollen ab 2006 freiwillige „Hilfspolizisten“ Streife gehen und Straftaten melden. Sie sollen allerdings weder polizeiliche Befugnisse haben noch bewaffnet sein. Die NWZ hat in der Fußgängerzone Passanten nach ihrer Meinung zu diesem Thema gefragt.

„Ich halte das für eine gute Sache. Man mag abends ja schon gar nicht mehr allein auf die Straße gehen“, sagt Patrick Stindt aus Brake. Der 24-Jährige würde sich „sicherer fühlen, wenn mehr Leute da wären, die aufpassen.“

Auch Regina Götsch hält einiges von der Idee des Innenministeriums. „Auch wenn es eine Hilfspolizei ist, die nur herumläuft: Durch mehr Präsenz würden Überfälle und Schlägereien sicher weniger werden“, glaubt die 68-jährige Brakerin.

Ganz anders sieht das Gerd Lüers: „Ich finde die Idee nicht gut. Im Ernstfall können solche Hilfspolizisten auch nichts ausrichten, weil sie nicht die nötigen Rechte haben“, meint der Braker. „Sie müssten schon eine Uniform haben und entsprechend auffallen.“ Der 68-Jährige kann sich nicht vorstellen, dass sich die Menschen auf der Straße durch nicht-uniformierte Bürgerstreifen sicherer fühlen würden.

„Ich halte solche Maßnahmen in einigen Bereichen für sinnvoll, zum Beispiel in Großstädten oder Kleinstädten, die besonders von Gewalt betroffen sind“, meint Dörte Allers (32 Jahre). „Die Polizei kann schließlich nicht überall sein. In Brake ist so eine Hilfspolizei aber nicht notwendig.“

Auch der 23-jährige Andres Angel hat im Grunde nichts gegen eine Hilfspolizei. „Diese Leute müssten aber vernünftig ausgewählt werden“, sagt er. „Ich würde jedenfalls nicht als ,Hilfspolizistin’ losmarschieren, ich hätte viel zu viel Angst“, gesteht Janine Wylega (17). Sebastian Helf aus Berne befürchtet, dass die zivilen Ordnungshelfer nicht respektiert werden würden. „Ich würde mir von so einem nichts sagen lassen“, so der 19-Jährige.

„Ich halte gar nichts davon“, sagt die 66-jährige Roswitha Boysen. Die Brakerin plädiert stattdessen für mehr Zivilcourage: „Die Menschen könnten auch ohne eine bestimmte Funktion besser auf einander aufpassen.“

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