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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Brake

Brettkunde und erste Tricks

25.10.2018

Oldenburg /Brake 15 Kinder betreten die Eingangshalle der neuen Skateboard-Halle in Oldenburg. Die Jungen und Mädchen aus Brake und den umliegenden Dörfern – einige besuchen die Kindertagesstätte „Braker Butjer“ – schnappen sich einen Helm in ihrer Lieblingsfarbe und bekommen ein Skateboard in die Hand gedrückt. Mit großen Augen machen die Schützlinge des Vereins Lassmalrollen aus Brake wenig später beeindruckende Fortschritte auf dem Rollbrett.

Doch zunächst mal werden Namensschilder verteilt. Alle freuen sich auf einen Tag, an dem sich alles ums Skateboarding dreht. Malte Strackerjan, Gründungsmitglied des Vereins, zeigt den Kindern im Alter von zwei bis 14 Jahren, wie man richtig fällt und gibt erste Tipps in Sachen Brettkunde. Wie stehe ich richtig? Wo ist vorne (Nose)? Wo ist hinten (Tail)? Die ersten Tricks werden erklärt, und es wird sich mit einfachen Übungen aufgewärmt.

Großer Zuspruch

 Kaum hat Strackerjan die ersten Erklärungen beendet, rollen die Kinder auf dem glatten Boden der Backyard-Halle hin und her. „Die Kids halten uns auf Trab. So etwas habe ich noch nicht erlebt. Es ist schön zu sehen, wie gut das Ganze ankommt“, sagt Strackerjan. „Wir haben großen Zuspruch von den Eltern und Erzieherinnen bekommen und gehen mit einem guten Gefühl nach Hause.“

Zwar bietet der Verein die Kurse erst seit kurzem an, aber Lassmalrollen gibt es schon seit sechs Jahren. Damals musste der Braker Skateplatz nach einem Brand der angrenzenden Sporthalle abgerissen werden – ein herber Rückschlag für die Szene. Den Park hatten die Skater aus Brake schließlich selbst gebaut. „Wir hatten nur drei Tage Zeit, um unsere Rampen zu retten. Das war schlichtweg zu wenig, das konnten wir nicht schaffen“, erinnert sich Strackerjan. Es wurde zwar ein neuer Standort geplant, doch lange blieb es ruhig um den neuen Skatepark.

Deshalb tat sich Strackerjan mit Skaterkollegen aus der Stadt zusammen und gründete den Verein. Die Zusammenarbeit mit der Stadt sollte laut Strackerjan damit vereinfacht werden. „Außerdem wollten wir mehr Aufmerksamkeit bekommen, vor allem weil wir einen neuen Park nicht aus der eigenen Tasche zahlen konnten“, sagt er.

Mittlerweile laufen die Bauplanungen auf Hochtouren: „Wir haben eine mündliche Zusage von Brakes Bürgermeister Michael Kurz, mit dem wir bald noch ein Gespräch haben. Zudem haben wir bereits jemanden angeheuert, der ein Konzept erstellen wird“, sagt Strackerjan.

Die Braker wollen einen Betonpark am alten Standort errichten, deshalb haben sie sich an Ingo Naschold gewandt. Naschold ist selbst Skateboarder und erstellte neben zahlreichen anderen Parks das Konzept für die Backyard-Halle in Oldenburg und den Überseepark in Bremen. „Die Planungen laufen bestens. Bis jetzt sieht es so aus, als würde alles klappen. Die Stadt ist hilfsbereit und legt uns keine Steine in den Weg“, sagt Strackerjan. Noch ist aber nichts in trockenen Tüchern.

Die Idee für die Kinderkurse kam den Lassmalrollen-Mitgliedern Hauke Jäkel, Helge Jäkel, Thomas Schmidt, Pascal Preuß, Eugen Konrad und Strackerjan beim Stadtlauf in Brake. Lassmalrollen war dort mit einer Quarterpipe (Rampe) und einigen Leihbrettern mit einem Stand vertreten. „Ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass der Andrang so groß ist. Normalerweise werden Skater immer nur als laut und nervig abgetan, aber die Kids hatten großes Interesse. Dann kam uns die Idee zu den Ferienkursen“, sagt Strackerjan.

Noch ein Kursus

Schon beim Stadtlauf fragten einige Eltern, ob es nicht eine Möglichkeit gebe, Skatekurse zu besuchen. Die Nachfrage war da, das Angebot in Brake fehlte. Lassmalrollen nutzte seine Chance. Nach den erfolgreichen Kursen in den Herbstferien ist in diesem Jahr noch ein weiterer Termin geplant. Infos dazu gibt es auf der Facebook-Seite des Clubs.

Das Ziel von Lassmalrollen ist es, bald ein regelmäßiges Skatetraining in Brake zu ermöglichen. „Es ist einfach schön, wenn man sieht, wie die Kids Fortschritte machen und ihre ersten Tricks stehen. Man freut sich mit ihnen“, sagt Strackerjan. „Das ist das Wunderbare am Skateboarding: Jeder unterstützt sich, klatscht ab und ist für den anderen da, wenn er hinfällt“, sagt Strackerjan. Der Name ist Programm: Lass mal rollen.

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