Brake - 30 pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas aus dem Fachbereich Kinder, Jugend und Familie nutzten am Mittwoch eine Fortbildung, um sich besser um die Probleme von Kindern psychisch kranker Eltern zu kümmern.
Dazu hatte der Caritasverband Wesermarsch Stefanie Thiede-Moralejo aus Oldenburg eingeladen. Die Psychologin, die psychiatrische und klinische Erfahrungen mit Kenntnissen aus der Arbeitsweise am Kinderschutzzentrum in Oldenburg verknüpft, stellte anhand von konkreten Fallbeispielen Hilfestellungen vor. „Es geht darum, dass das Fachpersonal die Schwierigkeiten bei Kindern und Jugendlichen, deren Eltern psychisch erkrankt sind, rechtzeitig erkennt und auf diese Auswirkungen reagieren kann“, erklärt Thiede-Moralejo.
„Mittlerweile sind Depressionen und psychische Erkrankungen ein Problem, dass sich durch alle sozialen Schichten zieht“, sagt Rolf Schnieders, Leiter des Kinder- und Jugendhilfebereichs der Caritas. Zudem würden diese Problematiken auch bei den verschiedenen Altersgruppen, zum Beispiel in Kitas, Wohngruppen und in der Schule, deutlicher. Erst in den vergangenen zehn Jahren werde der Fokus bei dieser Problematik auch auf die Kinder gerichtet, so Schnieders.
