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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Brake

Justiz: Umweltschützer in Brake vor Gericht

18.10.2013

Brake Mitglieder der Umweltschutzorganisation Robin Wood hatten am 17. September vergangenen Jahres vor der Raffinerie von Wilmar Edible Oils demonstriert. Acht der Aktivisten erhielten anschließend einen Strafbefehl, weil sie einige Stunden lang zwei Mitarbeiter einer Dienstleistungsfirma daran gehindert haben sollen, mit ihren Pkw das Werksgelände von Wilmar zu verlassen – Nötigung lautet der Vorwurf.

Die Umweltschützer haben Widerspruch gegen die Strafbefehle eingelegt. Der erste dieser Widersprüche soll nun am Mittwoch, 30. Oktober, vor dem Braker Amtsgericht verhandelt werden. Die Organisation kündigt an, dass Umweltschützer am Verhandlungstag vor dem Amtsgericht Stellung beziehen werden.

Robin Wood wirft dem Wilmar-Konzern vor, für die Herstellung von Palmöl Raubbau in den Tropen zu betreiben und die Menschen von ihrem Land zu vertreiben. Am 17. September 2012 hatten die Umweltschützer über die Zufahrt zur Braker Wilmar-Fa-brik ein Banner mit der Aufschrift „Wilmar – Raffinierte Zerstörung und Vertreibung – Kein Palmöl aus Raubbau!“ gespannt. Außerdem hatten einige der Aktivisten aus jeweils sechs Meter langen Gerüststangen provisorische Hochsitze gebaut und Beton-Pyramiden auf die Fahrbahn gestellt, um die Zufahrt zu blockieren. einige der Umweltschützer hatten sich an diesen Hindernissen festgeklammert.

Die Protestaktion, die ein Sondereinsatzkommando der Polizei aus Hannover auf den Plan gerufen hatte, verlief friedlich. Dennoch hat sie nun ein juristisches Nachspiel. Zudem gebe es eine Welle von Solidaritätsbekundungen für die angeklagten Aktivisten, teilen Robin-Wood-Pressesprecherin Ute Bertrand und Tropenwald-Referentin Stefanie Hess aus Hamburg mit.

Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen seien empört darüber, dass sich die Aktivisten vor Gericht verantworten müssen. Die Organisation „Rettet den Regenwald“ etwa sehe in der Strafverfolgung der acht Demons-tranten eine „dreiste Einschüchterungsstrategie“. Gesche Jürgens von Greenpeace betont laut Robin-Wood-Pressemitteilung: „Menschen, die sich dafür einsetzen, eine lebenswerte Umwelt für uns alle und die kommenden Generationen zu bewahren, sind keine Verbrecher.“ Greenpeace sei „entsetzt“ über die Strafverfolgungen der Robin- Wood-Aktivisten und fordere eine sofortige Einstellung der Verfahren.

Weitere Solidaritätsbekundungen seien aus Indonesien eingegangen, teilen Ute Bertrand und Stefanie Hess mit. In dem Land besitze Wilmar riesige Palmöl-Plantagen. Indonesien leide besonders unter der Palmöl-Industrie. Sieben indonesische Nichtregierungsorganisationen hätten in einem gemeinsamen offenen Brief Kritik an Wilmar geübt und ihre Solidarität mit den angeklagten Umweltschützern bekundet, heißt es von Robin Wood.

Der Prozess in Brake beginnt am 30. Oktober um 9.30 Uhr. Bereits um 9 Uhr wollen sich Aktivisten vor dem Amtsgericht am Schrabberdeich treffen.


Die Solidaritätsschreiben, Erklärungen und Statements unter   http://www.robinwood.de/fileadmin/redaktion/dokumente/tropenwald/palmoel/solidaritaets-statements-brake.pdf 
Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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