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NWZonline.de Region Wesermarsch Gemeinden Brake

Verein steht Hospital zur Seite

12.05.2017

Brake Es sind große Fußstapfen, in die Ulrich Hempel tritt: Der Arzt wurde Mittwochabend zum neuen Vorsitzenden des Fördervereins St.-Bernhard-Hospital gewählt. Er trat die Nachfolge von Walter Erfmann an, der den Verein seit dessen Gründung 2006 geführt hatte. Bisher war Hempel stellvertretender Vorsitzender – ein Amt, das nun Reiner Gollenstede ausübt. Vervollständigt wird der Vorstand von Kassenwart Nils Böger und Schriftführerin Cornelia Paschke.

Im Jubiläumsjahr 2016 zählte der Verein 158 Mitglieder, neun mehr als Ende 2015; im Gründungsjahr 2006 waren es noch 18 Personen.

2016 wurde eine Fördermaßnahme beschlossen: Rund 2000 Euro Kosten für ein Übungslöschgerät für die Brandschutzhelfer-Ausbildung der Krankenhaus-Mitarbeiter werden übernommen. Weitere Fördermaßnahmen seien demnächst entscheidungsreif, so Erfmann.

Sanierung vorgezogen

Vor allem befasste sich der scheidende Vorsitzende aber mit der Zukunft der Krankenhausversorgung im Landkreis Wesermarsch. Er ist überzeugt: „Die Bedeutung des St.-Bernhard-Hospitals wird im Zuge des demografischen Wandels für Brake und darüber hinaus zunehmen.“ Allerdings sei es „zwingend notwendig“, dass die Gebäude modernisiert und das medizinische Angebotsspektrum erweitert würden.

Das kann Ingo Penner sofort unterschreiben. Der Geschäftsführer des St. Bernhard Hospitals nahm als Gast an der Mitgliederversammlung teil und informierte über Neuheiten aus dem Krankenhaus. So konnte er unter anderem bekannt geben, dass die Sanierung der Stationen 1 und 3 vorgezogen wird. Sie soll Anfang 2018 abgeschlossen sein. Die Stationen 4 und 2 würden unmittelbar danach folgen.

Millionen-Investitionen

Der Geschäftsführer blickte voraus: „Ende 2018 sollen alle Stationen sozusagen von links auf rechts gedreht worden sein. Dann werden wir einen Standard erreicht haben, durch den wir mitschwimmen können.“ Voraussichtlich ab Herbst 2017 werde mit dem Neubau der Zentralen Notaufnahme begonnen.

Die Gesamtinvestitionssumme dieser und weiterer Baumaßnahmen bezifferte der Klinik-Chef mit acht Millionen Euro – Ausgaben, bei denen das Land Niedersachsen mit keinem Cent beiseite steht. Weil sich die Helios-Klinik in Nordenham und das St.-Bernhard-Hospital nicht auf ein Zusammengehen einigen konnten, fließt vom Sozialministerium kein Geld. Erst Dienstag habe das Ministerium mitgeteilt, berichtete Ingo Penner, dass es sich auch nicht am Aufbau der Palliativstation beteiligen werde, obwohl das Fördern von Palliativarbeit mittlerweile gesetzlicher Auftrag sei.

Der Geschäftsführer bezeichnete den Kurs des Landes als „Sauerei“, zumal das St.-Bernhard-Hospital seit 2008 durchgängig schwarze Zahlen schreibe. Er forderte den Stadtrat auf, „Druck auf die Landespolitik auszuüben“. Der neu gewählte Vereinsvorsitzende Ulrich Hempel ergänzte: „Den Landkreis Wesermarsch dürfen wir ebenfalls nicht aus der Verantwortung entlassen.“

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