Bremen - Die Zahl der Verkehrsunfälle auf den Straßen in Bremen und Bremerhaven ist im Jahr 2014 leicht gestiegen – von 21 712 auf 22 162. Das sind im Schnitt rund 60 pro Tag. Dabei wurden 14 Todesopfer, sechs mehr als 2013, und 410 Schwerverletzte (2013: 412) registriert. Das sind Kennzahlen aus der Verkehrsunfallstatistik, die das Innenressort am Donnerstag veröffentlichte.
Von den 22 162 Unfällen ereigneten sich 17 586 in Bremen, 4 576 in Bremerhaven. Auf den Straßen der Hansestadt kamen neun Menschen zu Tode, 330 wurden schwer verletzt. Bremerhaven zählte fünf Todesopfer und 80 Schwerverletzte. Bei knapp drei von zehn Unfällen kracht es, weil ein zu geringer Abstand zum Vordermann gehalten und weil zu schnell gefahren wird. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit der Ursache Abstand/Geschwindigkeit sei wieder rückläufig, „allerdings noch immer auf hohem Niveau“, heißt es in der Auswertung der Statistik.
Viele Unfälle, besonders im Berufsverkehr, führt die Polizei auf Ablenkungen durch Telefonieren oder den Umgang mit Smartphones und Tablets zurück. Die Zahl der Unfälle, an denen Kinder beteiligt waren, ist im Land von 256 auf 342 gestiegen. Verletzt wurden dabei 254 Kinder, 50 mehr als ein Jahr zuvor.
Weiter steigend ist auch die Zahl der Unfälle, an denen Radfahrer beteiligt sind – laut Statistik von 1655 auf 1908. Dabei verunglückten 1495 Radler, 1299 in Bremen, 196 in Bremerhaven. Die konfliktreichsten Punkte beim Zusammentreffen von Rad- und Autofahrern sind der „Stern“, der Ostertorsteinweg und der Buntentorsteinweg.
Der Kreisverkehr „Am Stern“ ist laut Statistik der markanteste Unfallschwerpunkt in Bremen. Es folgen die Stephanibrücke sowie der Kreuzungsbereich Am Brill/Bürgermeister-Smidt-Straße. In Bremerhaven sind es die Cherbourger Straße, die Stresemannstraße sowie die Columbusstraße. Und noch etwas geht aus der Statistik hervor: Bei nahezu jedem vierten Unfall in Bremen entfernt sich der Fahrer unerlaubt vom Unfallort. „Das ist eine Straftat“, sagt ein Polizeisprecher. Und weiter: „Auch Parkrempler müssen gemeldet werden.“
