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NWZonline.de Region Bremen

22-Jähriger verwüstet Gebäude im Vollrausch

06.08.2015

Bremen Es begann mit einer Partynacht und endete in Randale: Weil Tobias K. (22) Ende Oktober 2014 in einem Gebäude am Bremer Hauptbahnhof alles demolierte, hat ihn das Amtsgericht am Mittwoch wegen Sachbeschädigung zu einer Geldstrafe verurteilt.

Als Tobias K. am 22. Oktober erst auf dem Freimarkt ist und anschließend in einer Disco am Herdentorsteinweg feiern geht, ahnt wohl niemand, dass der junge Mann wenige Stunden später in einem Bürogebäude „so gut wie alles demoliert und verwüstet“, sagte der Staatsanwalt in seiner Anklageschrift. Doch so kam es, und das lässt K. auch über seinen Anwalt mitteilen: „Er war da, er wurde festgenommen.“ Doch könne er sich bis heute nur an die Party davor erinnern, sagte sein Verteidiger vor Gericht.

Nach Auffassung des Staatsanwaltes war K. gegen 4.30 Uhr in das Gebäude eingedrungen und schleuderte Bänke gegen Fensterscheiben. Anschließend soll er mehrere Aktenordner mit vertraulichen Kundeninformationen auf die Straße geworfen haben. Doch damit nicht genug, habe er sich im siebten Stock des Gebäudes einen Feuerwehrschlauch genommen und das Gebäude unter Wasser gesetzt. Als alarmierte Polizisten eintrafen, habe K. erst mit einem Blumenkübel, dann mit einem Werbeaufsteller nach den Beamten geworfen. Deswegen musste sich der Mann aus Osterholz-Scharmbeck anfangs auch wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung verantworten. Da keine Zeugen gehört wurden und niemand verletzt wurde, strich der Staatsanwalt diesen Anklagepunkt.

Richter Hans Ahlers verurteilte K. zu 110 Tagessätzen zu je 20 Euro. Doch so glimpflich der 22-Jährige aus strafrechtlicher Sicht davonkommt, so hoch könnten die Forderungen auf zivilrechtlicher Seite sein. „Sie werden da noch lange dran zu knabbern haben – womöglich Ihr Leben lang“, so Ahlers, der damit auf den Sachschaden von mehr als 80 000 Euro anspielte. Allein durch Wiederbeschaffungsmaßnahmen zerstörter Gegenstände und vernichteter Akten sollen Kosten von etwa 35 000 Euro entstanden sein, hieß es.

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