Bremen - Gut 250 Menschen teils aus dem linken, teils aus dem rechtspopulistischen Lager haben in Bremen gegen den umstrittenen Salafisten-Prediger Pierre Vogel protestiert. Vogel selbst trat am Samstag vor rund 150 Anhängern in der Nähe des Bremer Hauptbahnhofs auf. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz und „sehr gut vorbereitet“, wie eine Sprecherin am Sonntag sagte. Abgesehen von kleineren Störungen seien die Kundgebungen friedlich geblieben. Bremen gilt mit rund 360 Salafisten als eine Hochburg der Szene. Für die Innenbehörde der Hansestadt ist Vogel ein „geistiger Brandstifter“ und „Türöffner in die salafistische Szene“.
Die Polizei Bremen hatte an dem Tag mit der Bundespolizei und Kräften aus Niedersachsen und Hamburg zusammengearbeitet. Nach den Demonstrationen seien die Beteiligten friedlich heimgekehrt, sagte die Sprecherin.
Zu einer der beiden Gegendemonstrationen hatten unter anderem die Antifaschistische Gruppe Bremen, die Linksjugend sowie Studenten der Hochschule Bremen aufgerufen. „Der Protest gegen Islamismus ist nötig. Das dürfen wir nicht den Rechten überlassen“, sagte der Veranstalter der Demo „Gegen Salafismus und Rechtspopulismus“, Tobias Helfst. Zu dieser Kundgebung kamen rund 200 Menschen.
Die zweite, vom früheren AfD-Mitglied Oliver Meier angemeldete Demonstration, hatte nach Polizeiangaben rund 50 Teilnehmer. „Unser Hauptkritikpunkt an Vogel ist die Missachtung von Frauenrechten“, sagte Meier.
