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NWZonline.de Region Bremen

Stiftungsfest: 745 illustre Herren stellen Rekord ein

17.01.2011

BREMEN Es bleibt dabei: Beim Stiftungsfest der Eiswette purzeln die Rekorde. Am Sonnabend jedenfalls spendeten die 735 Herren 353 759,77 Euro für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), 38 000 Euro mehr als 2010 und so viel wie nie zuvor in der 182-jährigen Geschichte dieses hanseatischen Rituals. „Das ist sensationell“, sagte Eiswettpräsident Peter Braun. „Damit haben wir nicht gerechnet.“

Die rund 230 Wettgenossen hatten wieder einmal eine illustre Smoking-Runde an den wie Eisschollen aufgebauten Tische im Congress Centrum platziert. Neben den Festrednern – Kardinal Reinhard Marx aus München und Alcoa-Manager Klaus Kleinfeld – folgten unter anderem Christian Jacobs (Chef der Jacobs-Foundation), Metro-Boss Eckhard Cordes, Hamburgs Wirtschaftssenator Ian Karan, Hermann Otto Solms (FDP), Vize-Präsident des Bundestags, Bayerns Ex-Wirtschaftsminister Otto Wiesheu (CSU), Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP), Mexikos Botschafter Gonzalez Diaz und der umstrittene Buchautor, Berliner Ex-Senator und Ex-Bundesbanker Thilo Sarrazin dem Ruf an die Weser. Bremen schickte unter anderem Bürgermeister Jens Böhrnsen und Bürgerschaftspräsident Christian Weber (beide SPD) ins mehrstündige Festmahl mit Braunkohl und Pinkel.

Erstklassige Reden

Das mehrstündige Festmahl war erneut gespickt mit launigen und hochwertigen Redebeiträgen. Kardinal Marx forderte in seiner laut Braun „intellektuell sehr anspruchsvollen“ Rede einen Zukunftsplan für Deutschland, mit Visionen und Zielen, um in einer globalisierten Welt bestehen zu können. „Es reicht nicht aus, immer nur neue Märkte erobern zu wollen“, sagte der 57-Jährige. Die Marktwirtschaft sei ein hohes Gut, dass nicht zu einem „primitiven Finanzkapitalismus“ werden dürfe.

Braun beklagte in seinem Beitrag „eine gewisse Orientierungslosigkeit, wenn es um die Perspektiven unserer Gesellschaft geht“. Und weiter: „Den Politikern fehlt oftmals die Courage, Bürgern Gedanken zuzumuten, die nicht deren Beifall finden.“ Notarius Dr. Jan-Martin Zimmermann teilte über alle Partei- und Landesgrenzen hinweg kräftig aus. So verglich er Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit der „Kitty aus dem Western-Saloon“. Auch die ducke sich hinter der Tresen, wenn’s Ärger gibt. „Und die Männer knallen sich gegenseitig ab.“

Das Geld sitzt locker

Klaus Kleinfeld, gebürtiger Bremer und heute „Chief Executive Officer“ beim US-Aluminumkonzern Alcoa, glänzte laut Braun zu später Stunde mit einer „ganz pfiffigen Gäste-Rede“, die Anspielungen auf Investmentbanker und Zwischentöne enthielt, die auf die Welthandelsstadt Bremen anspielten. Gute Reden, gute Stimmung. Das Ergebnis: Das Geld saß locker. Und so dürfen sich die Seenotretter, wie eingangs erwähnt, über eine große Spende freuen.

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