• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Bremen

Gesundheit: 78-Jährige turnt durchs Leben

24.08.2016

Bremen /Oldenburg Sie ist 78 Jahre alt und topfit: Spagat, Handstand und Barrenturnen – all das bewältigt Roswitha Wahl mit Bravour und mit Leichtigkeit. Während viele Gleichaltrige eher an Mobilität einbüßen, blüht die Seniorin auf und schafft, was sich die meisten wohl nicht mehr zutrauen. Auch bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften im Turnen steht die gelernte Krankenschwester seit einigen Jahren regelmäßig auf dem Siegertreppchen in ihrer Altersklasse. Mittlerweile habe sie einen „ganzen Sack voller Medaillen“, sagt sie.

Keine Spur von Langweile

Schon als kleines Mädchen fing Wahl mit dem Turnen an. Die Begeisterung am Sport hat sie nie verloren. Im Rentenalter glänzt sie daher mit bester Gesundheit – sie fühlt sich immer noch wie eine 45-Jährige. Und von Langeweile keine Spur: „Ich hab’ ja noch elf Sportgruppen – da mache ich alles mit und alles vor.“ Bei ihrem Sportverein Bremen 1860 und beim DRK unterrichtet sie Herzsport- und Gesundheitsgruppen.

Mit ihrer Fitness liegt die Rentnerin voll im Trend: Laut dem Report „Deutscher Alterssurvey 2014“ fühlen sich knapp 69 Prozent der Menschen in der zweiten Lebenshälfte körperlich kaum eingeschränkt. Und sie sind fitter als vor 20 Jahren: Die 40- bis 85-Jährigen treiben heute öfter Sport als 1996.

Wer im Alter von 70 Jahren und darüber mobil bleiben will, sollte allerdings nicht erst im Ruhestand mit dem Sport beginnen, sondern „früh daran denken“, wie Jürgen Bauer von der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie rät. Spätestens wenn das 50. Lebensjahr erreicht ist, sei regelmäßiger Sport empfehlenswert. Ausdauertraining wie Radfahren und Spazierengehen ist allerdings nicht genug. Auch Krafttraining – unter der Anleitung eines Sporttherapeuten – und die richtige Ernährung spielten eine Rolle, um die Beweglichkeit zu erhalten, erklärt Bauer. Neben Sport und Ernährung gebe es noch eine dritte wichtige Komponente, die fit hält: soziale Interaktion. Der Chefarzt der Geriatrie im evangelischen Krankenhaus in Oldenburg warnt davor, sich im Ruhestand zu sehr von anderen zu isolieren und ohne Gesellschaft zu altern.

Sport als Stütze

Wie wichtig Gesellschaft ist, hat Roswitha Wahl 2010 gemerkt. Als ihr Mann nach 50 Jahren Ehe starb, war sie kurz davor, dem Turnen den Rücken zu kehren. „Da dachte ich, jetzt bricht wohl die ganze Welt zusammen“, erinnert sie sich. Aber einige Wochen später raffte sie sich auf – und ging zum Sport. Und das war wohl die richtige Entscheidung: „Durch den Sport bin ich aufgefangen worden.“

Wahl hat keinen festen Trainer, übt aber regelmäßig mit einer Freundin. Als Duo sind die beiden durch Auftritte im Synchronturnen deutschlandweit bekannt. Zusammen haben sie einiges vor: „Also, was wir jetzt bei den Jüngeren gesehen haben, das wollen wir auch noch nachmachen.“ Somit trainieren die Seniorinnen fleißig für den nächsten Wettkampf.

Anna-Lena Sachs Redakteurin / Online-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2157
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.