Bremen - Auf dem Bremer Flughafen wird ab Anfang Juni die „Ramp 2“, das ist das kleinere Feld hinter dem Hauptvorfeld, saniert. Die Erneuerungsmaßnahmen sollen rund zwei Monate dauern, der Ablauf im Flugverkehr werde dadurch aber nicht beeinträchtigt. Auch Anwohner müssten keine zusätzliche Lärmbelästigung fürchten, sagte gestern Carsten Bolte.
Bolte ist Ingenieur und der Bauleiter der „Ramp 2“. Auf einer Informationsveranstaltung im Bremer Flughafen erklärte er gestern: „Dieses Projekt ist nicht annähernd mit dem im vergangenen Jahr vergleichbar.“ In den vergangenen Sommerferien musste der Flugverkehr nämlich für einige Tage komplett eingestellt werden, weil die Start- und Landebahn erneuert wurde. Viele Urlauber mussten deshalb auf Flughäfen in Hannover, Hamburg oder Münster-Osnabrück ausweichen. Die „Ramp 2“ dient aber lediglich als Abstellfläche für kleinere Flugzeuge, deshalb können Passagierflugzeuge am Airport weiterhin regulär starten und landen. Das zu sanierende Flugfeld misst eine Fläche von insgesamt 21 800 Quadratmetern und hat sich bedingt durch einen natürlichen Alterungsprozess abgenutzt, wie es hieß.
Damit die Sicherheit des Flugbetriebs auch in Zukunft gewährleistet ist, wird die Oberfläche erneuert, sagte Bolte. Würde man mit dieser Maßnahme noch warten, würden eines Tages höhere Reparaturkosten anfallen, das wolle man vermeiden, erklärte Bolte weiter. In unterschiedlichen Bauabschnitten wird ab dem 3. Juni auf dem eingezäunten Feld zunächst der Asphalt abgefräst und mit einer neuen Schicht versehen, dann wird die Betondecke entspannt und versiegelt. Markierungsarbeiten schließen das 1,5 Millionen Euro teure Projekt ab.
„Spätestens bis zum 16. August sollen die Arbeiten beendet sein, vermutlich werden wir schon Ende Juli fertig“, sagte Bolte, wollte sich aber noch nicht festlegen. Für einen reibungslosen Ablauf, werden die Baufahrzeuge während der Sanierungsarbeiten stets von Sicherheitspersonal begleitet, wenn sie vom Tor 20 aus in den abgesperrten Bereich fahren.
