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NWZonline.de Region Bremen

An „Uni der Straße“ darf jeder lernen

10.05.2016

Bremen Die Bremer „Uni der Straße“ steht kurz vor dem Start: Mit einem „Probebetrieb“ nimmt das neue Bildungsprojekt für Menschen in schwierigen sozialen Lebenslagen und insbesondere für Wohnungslose seine Arbeit auf. In Vorträgen, Aktionen und Workshops solle es darum gehen, besser zu verstehen, was die Welt zusammenhalte, sagte Mitorganisator Michael Vogel, Wirtschaftsprofessor an der Hochschule Bremerhaven. Zum Auftakt ist an diesem Donnerstag ein Vortrag zum Widerstand gegen Wohnungsnot und Mieterhöhungen geplant.

Vogel zufolge unterstützt die „Aktion Mensch“ die „Uni der Straße“ in den kommenden drei Jahren mit 108 000 Euro. Schulden, Gesundheit und Widerstand sind die ersten drei Themenblöcke, die mehrheitlich in halbstündigen Vorträgen mit anschließendem Gespräch präsentiert werden. „Aber auch eine Stadtführung, Samba-Trommeln und einen kleinen Theaterworkshop haben wir eingeplant“, erläuterte Vogel.

Das Ziel sei ein Bildungsprogramm für Menschen am Rand der Gesellschaft, das ihre Persönlichkeitsentwicklung und Selbstbestimmung fördere, sagte der Hochschulprofessor. Martina Wachtlin vom Institut für Public Health und Pflegeforschung an der Universität Bremen ergänzte, die Angebote orientierten sich zwar an den Interessen der Wohnungslosen. Sie stünden prinzipiell aber allen Interessierten offen.

Die Teilnahme ist kostenlos, die Teilnehmerzahlen aus Platzgründen jedoch begrenzt. Das sogenannte „nullte“ Semester der „Uni der Straße“ endet mit einer Abschlussfeier Anfang Juli. Die Semesterpläne, die dann ab Herbst folgen, sollen umfangreicher werden. Schätzungen zufolge gibt es in Bremen etwa 500 wohnungslose Menschen – Tendenz steigend.

Vorbild für das Projekt ist die „Straßenkreuzer Uni“ in Nürnberg, die nach Angaben der Initiatoren in Franken „universitäres Wissen lebensnah vermitteln“ will. Vorlesungen finden dort vorzugsweise in Einrichtungen der Obdachlosenhilfe statt – wie in Bremen auch. Außerdem gibt es in Nürnberg Lehrfahrten und Arbeitsgruppen, die das theoretische Wissen praxisnah ergänzen.

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