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NWZonline.de Region Bremen

Artistische Art der Entschleunigung

27.10.2012

Bremen „Es ist so ziemlich alles neu. Außer mir.“ So stellt Roncalli-Gründer und -Direktor Bernhard Paul das Programm vor, mit dem sein Zirkus jetzt nach Bremen kommt. „Time is Honey“ – so heißt es, und nicht etwa „Time is Money“. Zeit ist hier also Honig, nicht Geld. Alles fließt. Paul: „Das Programm ist eine Entschleunigung.“ Das Publikum solle „genießen, staunen, lachen, träumen“. Apropos Zeit: „Wir verlängern nicht“, sagt Bernhard Paul. Das Roncalli-Zelt mit seinen 1499 Sitzplätzen steht vom 20. November bis zum 9. Dezember auf der Bürgerweide. Eine Verlängerung sei nicht möglich, weil Roncalli den Platz nicht länger bekomme.

Unabhängig vom Gastspiel auf der Bürgerweide zeigt Roncalli zudem das Programm „Circus meets Classic“ im Musicaltheater (25. bis 31. Dezember) – das aber ist ein anderes Standbein des Unternehmens, eine ganz andere Welt.

Eine Welt ohne Zelt und Manege. Ohne Pferde, wie sie in „Time is Honey“ auftreten – vom kleinen Shetlandpferd bis zum großen englischen Shirehorse. Paul: „Pferde sind auch nur Menschen.“ Die echten Menschen wiederum spielen in der Roncalli-Manege traditionell die Hauptrolle.

Unterwegs ist der Zirkus mit 32 Artisten und insgesamt 150 Leuten. Sie reisen mit 150 Wagen an. Die meisten Wagen werden per Bahn gebracht. „Wir sind der einzige Zirkus in Europa, der das mit der Bahn macht – wie vor 100 Jahren“, sagt Paul.

Das Programm beginnt mit einem Mann, den Bernhard Paul in einer Ausgabe der ZDF-Show „Wetten, dass...“ gesehen hat – worauf er noch während der Show beim Sender anrief: Michael Ortmeier aus Bayern geht über Flaschen. Bei Roncalli stehen seine Flaschen auf einer überdimensional großen Uhr, dem Symbol des Programms „Time is Honey“.

Und wenn er nicht fernsieht oder als Clown auftritt, dann wird Paul schon mal nachts wach, weil er sonderbare Geräusche hört. In diesem Fall kamen sie von seinen Kindern Liliane (14), Adrian (22) und Vivien (23). Sie probten heimlich eine Rollschuh-Nummer, das Geräusch war das Rollen. Nachdem Paul das herausbekommen hatte, tat er so, als habe er nichts bemerkt.

Nun zeigen sie die Nummer immer mal wieder auch im Zirkus. Dabei, so Paul, habe er ihnen immer gesagt: „Artisten kann ich engagieren, lernt doch Steuerberater.“ Oder etwas in der Art.

Aber die Kinder zieht es in die Manege. „Time is Honey“ – und Zirkus ist eben eine Herzenssache.

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